Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy rief beide Länder zur Besonnenheit auf. In einem Telefonat mit Chávez habe Sarkozy die Forderung wiederholt, alle beteiligten Konfliktparteien mögen Zurückhaltung und Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen, teilte das Präsidialamt in Paris mit. Beide Präsidenten hofften, dass der Konflikt die Bemühungen um eine Freilassung der FARC-Geiseln nicht behindern werde. Unter den seit Jahren Verschleppten ist auch die frühere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt.Bei dem kolumbianischen Angriff in Ecuador waren nach ecuadorianischen Angaben neben Raúl Reyes, der Nummer Zwei der marxistischen Rebellengruppe «Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens» (FARC), auch 21 weitere Rebellen getötet worden. Nach der Bombardierung waren kolumbianische Bodentruppen nach Ecuador eingedrungen, um Reyes' Leiche nach Kolumbien zu bringen.
Zu seinem Nachfolger beriefen die Rebellen nach Medienberichten den 60-jährigen FARC-Kommandanten Milton de Jesús Toncel alias Joaquín Gómez. Er sei Anführer der schlagkräftigen Kampfgruppe Süd der Rebellen, hieß es. Die 1964 gegründete FARC ist die älteste und mit etwa 10.000 Männern und Frauen unter Waffen auch die stärkste Rebellen-Gruppe Kolumbiens. (dpa)