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US-Vorwahlen: 

Clinton gelingt die Wende - Huckabee steigt aus

05. Mrz 2008 07:19, ergänzt 09:06
Clinton freut sich über ihren Wahlsieg
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Überraschend hat die ehemalige First Lady mit drei Siegen in vier Vorwahlen das ersehnte Comeback geschafft und den Lauf ihres demokratischen Konkurrenten Obama gestoppt. Der republikanische Kandidat steht fest.

Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur hat die demokratische Senatorin Hillary Clinton den Siegeszug ihres innerparteilichen Rivalen Barack Obama gestoppt. Die frühere First Lady gewann bei den US-Vorwahlen in Ohio und laut Prognosen des TV-Senders CNN auch im Schlüsselstaat Texas. «Wohin Ohio geht, geht die Nation», rief eine triumphierende Clinton am Dienstagabend jubelnden Anhängern zu.

Nach ihrem Comeback erklärte Clinton (60), der «historische Kampf» um die demokratische Nominierung fange jetzt erst richtig an. Obama gewann die Vorwahl in Vermont und widersprach Clintons Angaben von einem Wendepunkt. Der Abstand bei den Delegiertenstimmen der beiden Kandidaten habe sich nach den vier Vorwahlen kaum verändert, sagte Obama in San Antonio in Texas. Das Duell der Demokraten geht weiter.

McCain gewinnt vier Vorwahlen

Bei den Republikanern steht Senator John McCain als Kandidat bei der Präsidentenwahl am 4. November fest: Der 71-jährige Vietnamveteran gewann die Abstimmungen in Vermont, Ohio, Texas und Rhode Island mit klarem Vorsprung.

McCain hat nach einer Zählung des TV-Senders CNN jetzt mindestens 1195 Delegiertenstimmen für den republikanischen Parteitag im September, vier mehr als notwendig. McCains religiös-ausgerichteter Rivale, Ex-Gouverneur und Ex-Baptistenprediger Mike Huckabee, stieg nach erneuten Abstimmungsniederlagen aus dem Rennen aus.

Noch am Wahlabend läutete McCain den Kampf ums Weiße Haus ein. «Der wichtigste Teil des Wahlkampfs beginnt jetzt», sagte er strahlend vor Anhängern in Dallas (Texas). «Ich werde die Entscheidung verteidigen, dass (der frühere irakische Machthaber) Saddam Husseins Regime vernichtet wurde», sagte McCain. Er kündigte an, von Verbündeten künftig mehr Engagement im Afghanistan-Krieg zu fordern. US-Präsident George W. Bush will US-Medien zufolge bereits am Mittwoch seine Unterstützung für die Kandidatur des Senators erklären.

Ausgang noch völlig offen

Clinton hatte einen Sieg in dem Industriestaat Ohio als extrem wichtig bezeichnet, um ihren Rückstand auf Obama aufzuholen. Clintons Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton hatte sogar gesagt, seine Frau müsse in Ohio und Texas gewinnen, um weiter im Rennen bleiben zu können.

Die Abstimmung in Rhode Island gewann Clinton mit 58 Prozent. Obama blieb lediglich in dem kleineren Staat Vermont mit 60 Prozent siegreich. Nachdem er bei den letzten elf Vorwahlen gewinnen konnte, ist nun der Ausgang des Zweikampfs um die demokratische Nominierung wieder völlig offen, meinten Kommentatoren. Führende Politiker der Demokraten hatten bereits zuvor Sorge geäußert, dass eine Fortsetzung des Duells zwischen Obama und Clinton die Partei vor eine Zerreißprobe stellen könnte. (dpa/AP)

 
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