Bericht von entlassenem Farc-Gefangenen:
Kolumbianische Geiseln «verrückt» geworden
29.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Beltrán sprach von der Verzweiflung der Geiseln. «Es gibt Militärs, die vor mehr als zehn Jahren verschleppt wurden. Jede Hoffnung auf eine Befreiung haben sie aufgegeben, und sie fühlen sich von ihren Kameraden und vom Staat verlassen und vergessen», sagte Beltrán weiter. «Ich verstehe einfach nicht, warum sich die kolumbianische Militärführung gegen die von den Farc für einen Austausch der Geiseln gegen Rebellen geforderte entmilitarisierte Zone von 600 Quadratkilometern für 45 Tage sperrt, wenn sie damit ihre Kameraden retten könnte», fügte der Politiker hinzu.
Die Farc halten neben Politikern wie der schwerkranken früheren Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt auch 33 Militärs und Polizisten fest. Auch drei Amerikaner sind unter den Opfern. Für die insgesamt etwa 40 Personen fordern sie die Freiheit für fast 500 inhaftierte Rebellen. Für ihre weniger bekannten knapp 700 anderen Entführungsopfer fordern die FARC hingegen Lösegelder. (dpa)

