28. Feb 2008 13:31
«Alles versuchen», will die französische Menschenrechtsbeauftragte Rama Yade, um gegen Menschen ohne eine Wohnung vorzugehen. Damit unterstützte sie einen Vorschlag übel riechendes Gas in Vorstädten einzusetzen.
Die französische Menschenrechtsbeauftragte Rama Yade hat den Einsatz von Stinkbomben gegen Obdachlose befürwortet. «Man muss in einer Stadt alles versuchen», sagte sie bei einem Besuch der Pariser Vorstadt Argenteuil nach einem Bericht der Zeitung «Le Parisien». «Ein Bürgermeister tut ja nicht, was er will, sondern geht auf Sorgen der Einwohner ein», fügte sie hinzu. Yade war in Argenteuil, um den konservativen Bürgermeister Georges Mothron im Wahlkampf vor den am 9. und 16. März anstehenden Kommunalwahlen zu unterstützen.Mothron war im vergangenen August in die Kritik geraten, weil er mit einem übelriechenden Gas Obdachlose aus dem Stadtzentrum vertreiben wollte. Städtische Beamte hatten sich jedoch geweigert, das Mittel einzusetzen. Die Opposition sprach von einer «skandalösen Hetzjagd auf arme Leute». Der Hersteller des Produkts namens «Malodore» (Schlechter Geruch) betonte, dass das Mittel ungefährlich sei. Es werde üblicherweise an Brücken oder gefährlichen Stellen versprüht, um Menschen dort fernzuhalten. (dpa)