Kultur- und Sportdiplomatie: 

netzeitung.deHintergrund: Tauwetter in der Politik

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Das Konzert der New Yorker Philharmoniker in Nordkorea erinnert an frühere Entspannungsversuche mit Kultur- und Sportdiplomatie. Ein Überblick

Die New Yorker Philharmoniker traten bereits 1959 als musikalische Vermittler in Erscheinung. Unter der Leitung von Leonard Bernstein reisten die Musiker zu Konzerten in die Sowjetunion. Bis zum Ende des Kalten Krieges vergingen noch drei Jahrzehnte.

Das bekannteste Beispiel war die Annäherung von USA und China mit Hilfe der sogenannten Ping-Pong-Diplomatie. 1971 halfen Tischtennisspieler beider Länder, die Spannungen zwischen Washington und Peking abzubauen. Der Sport ebnete den Weg für den historischen Besuch von US-Präsident Richard Nixon in Peking im Februar 1972.

Auch die verfeindeten Länder Pakistan und Indien versuchten 2004 eine Annäherung über den Sport. Damals trafen die beiden nationalen Cricket-Teams im pakistanischen Karachi aufeinander. Die Entspannungsübungen hatten keinen dauerhaften Erfolg.

Im selben Jahr versuchten die chinesischen Kommunisten mit einer Tour von Goldmedaillengewinnern durch Hongkong, kritische Bürger zu beeinflussen. Peking-treue Kandidaten behielten bei der Wahl schließlich auch die Oberhand. (dpa)