Demonstrationen gegen Unabhängigkeit : 

netzeitung.deKriegsveteranen verletzen Kosovo-Polizisten

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Proteste am Grenzübergang: Steinwürfe, brennende Reifen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Proteste am Grenzübergang: Steinwürfe, brennende Reifen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Im Norden des Kosovos sind bei Gewaltaktionen serbischer Demonstranten mehrere Polizisten des Kosovo verletzt worden, einer davon schwer. In Kosovska Mitrovica verbrannten Serben EU-Flaggen.

Im Norden des Kosovos sind bei gewaltsamen Auseinandersetzungen 19 Kosovo-Polizisten verletzt worden, einer davon lebensgefährlich. Bei den Zusammenstößen trafen ungefähr 150 serbische Kriegsveteranen auf Angehörige der Kosovo-Polizei. Die serbischen Demonstranten bewarfen nach Angaben der Polizei die Beamten mit Molotow-Cocktails und riefen «Kosovo ist Serbien». Die Polizisten setzten ihrerseits Tränengas ein. Darauf zogen sich die Demonstranten nach Serbien zurück.


Ein Polizeisprecher sagte, die Demonstranten seien mit einem Lastwagen zur Grenze gefahren, der Steine und Flasche geladen hatte. Nato-Soldaten hätten geholfen, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Demonstranten hatten sich am Grenzübergang Merdare versammelt, um dort gegen die Unabhängigkeitserklärung der ehemaligen serbischen Provinz zu protestieren.
Ministerpräsident Kostunica verlangt Umkehr
In der zwischen Serben und Albanern geteilten Stadt Kosovska Mitrovica kamen rund 2000 serbische Demonstranten zusammen. Sie verbrannten Flaggen der Europäischen Union und hörten Reden von serbischen Lokalpolitikern.

Der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica bekräftigte in Belgrad, das Kosovo als Staat existiere für die Serben nicht. Es werde keine Stabilität in der Region und in der Welt geben, bis diese Entscheidung rückgängig gemacht werde. Er kündigt an, Serbien werde die Beziehungen mit den Ländern, die das Kosovo bereits anerkannt haben, nicht normalisieren. Die Proteste gegen die Unabhängigkeit gingen weiter. (dpa/AP)