Wettstreit um US-Präsidentenamt: Obama verärgert Soul-Legende Sam Moore25. Feb 2008 13:32  |  Soul-Legende Sam Moore | Foto: AP |
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Nicht alle Afro-Amerikaner erliegen dem Obama-Fieber: Soul-Sänger Sam Moore ärgert sich, dass der demokratische Präsidentschaftsbewerber seinen Klassiker «Hold on, I'm Coming» ohne Erlaubnis für den Wahlkampf nutzt.
Der schwarze Senator Barack Obama braucht im Wettstreit um das Oval Office einen neuen Wahlkampfsong. Soul-Legende Sam Moore forderte den demokratischen Präsidentschaftsbewerber in einem Schreiben dazu auf, seinen Song «Hold on, I'm Coming» bei seinen Wahlkampfauftritten nicht mehr abzuspielen, wie US-Medien berichteten.
Er sei nie um Erlaubnis gefragt worden, empört sich der 72-jährige Moore. «Niemand hat mich angerufen, niemand hat mir ein Telegramm geschickt, niemand hat irgendwas getan», sagte er am vergangenen Samstag. «Und ich denke, das ist ziemlich unverschämt.»
Sam Moore noch unentschlossen Der Song werde künftig nicht mehr gespielt, versicherte Obamas Wahlkampfteam. Mit dem Lied des Erfolgsduos Sam & Dave aus den 60er Jahren hatten Obamas Wahlkampfstrategen die Stimmung unter den Fans in Sälen und Arenen mächtig angeheizt. Seine Anhänger hatten den Titel in «Hold on, Obama's Coming» umgedichtet.
Die Leute bekämen einen falschen Eindruck von seiner politischen Einstellung, wenn einer seiner bekanntesten Songs auf einer Wahlkampfveranstaltung gespielt werde, beklagte Moore in dem Schreiben. «Meine Wahlentscheidung ist eine sehr private Angelegenheit zwischen mir und der Wahlkabine.» Es sei seine persönliche Entscheidung, wen er unterstütze, sollte er überhaupt jemanden unterstützen. Bisher habe er sich noch für keinen Bewerber entschieden.
Der 46-jährige Obama triumphierte seit dem Super Tuesday bei elf Vorwahlen im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur. Am 4. März wird in den US-Bundesstaaten Texas und Ohio abgestimmt. Seine innerparteiliche Rivalin Hillary Clinton braucht dringend einen Sieg. Nur dann habe sie noch eine reale Chance, ins Weiße Haus einzuziehen, warnen Wahlkampfstrategen. In landesweiten Umfragen liegen die beiden Kontrahenten nahezu gleich auf.
Für das Web ediert von Michaela Duhr |