20.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Ein brennendes UN-Fahrzeug an der Genze zum Kosovo
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
«Im Einklang mit der Regierungspolitik» sieht die serbische Regierung die gewaltsamen Übergriffe von protestierenden Serben aus dem Kosovo. Sie bekräftigte ihren Widerstand gegen die Unabhängigkeit des Kosovo.
Die serbische Regierung hat die gewaltsamen Proteste von radikalen Kräften der serbischen Minderheit im Kosovo begrüßt. Die Übergriffe stünden «im Einklang mit der allgemeinen Regierungspolitik», hieß es in Belgrad. Vize-Verteidigungsminister Dusan Spasojevic kündigte einen anhaltenden Protest gegen die Unabhängigkeit des Kosovos an. Die Unabhängigkeitserklärung stelle bisher kein militärisches, sondern ein politisches und juristisches Problem dar, sagte Spasojevic am Mittwoch in Wien.
«Wir werden nicht militärisch intervenieren», erklärte der Minister am Rande seiner Rede vor der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Zugleich unterstrich er, dass seine Regierung «mit aller Kraft» gegen die «illegale» Unabhängigkeitserklärung des Kosovo protestiere. Die Nato-Friedenstruppe KFor sei die «einzige legale und legitime Ordnungskraft in der Region», sagte Spasojevic. Offenbar aus Sorge vor dem Eindringen militanter Serben sperrten Nato-Soldaten Straßen zwischen Serbien und dem nördlichen Kosovo.
Am Dienstag hatten nationalistische Serben Grenzanlagen zwischen Serbien und dem Kosovo in Brand gesetzt, um so gegen die Unabhängigkeitserklärung der Regierung in Pristina zu protestieren. Der serbische Kosovo-Minister Slobodan Samardzic sagte, mit den Zollposten werde das Ziel verfolgt, eine Staatsgrenze zu errichten. «Wir werden das nicht zulassen», sagte Samardzic am Dienstagabend. Er kündigte an, dass seine Regierung die bislang von den Vereinten Nationen betriebenen Zollstellen im Norden des Kosovos übernehmen wolle. Für Mittwoch waren weitere Proteste gegen die Unabhängigkeit des Kosovos geplant. (dpa)