Wahl in Pakistan:
Musharraf lehnt Rücktritt ab
20. Feb 2008 13:48, ergänzt 14:21
 |  Pervez Musharraf | Foto: dpa |
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Pakistans Präsident Musharraf bleibt trotz der Niederlage seiner Partei im Amt. Die Menschen hätten ein neues Parlament und «keinen neuen Präsidenten gewählt», so sein Sprecher.
Der pakistanische Staatspräsident Pervez Musharraf hat trotz des erdrutschartigen Sieg der Opposition bei der Parlamentswahl einen Rücktritt abgelehnt. Sein Sprecher Rashid Qureshi erklärte, der Präsident wolle mit der neuen Regierung zusammenarbeiten und bis zum Ende seiner Amtszeit 2012 im Amt bleiben. «Die Menschen haben keinen neuen Präsidenten gewählt, sagte Qureshi. «Sie haben an der Wahl eines neuen Parlaments teilgenommen.»
Dort hat die Opposition genügend Mandate gewonnen, um eine Regierung bilden zu können. Die Zwei-Drittel-Mehrheit, die erforderlich ist, um ein Amtsenthebungsverfahren gegen Musharraf einzuleiten, dürfte sie aber knapp verfehlen. Der ehemalige Ministerpräsidenten Nawaz Sharif ist dabei nach Angaben eines Sprechers bereit, mit seiner Pakistanischen Muslimliga (PML-N), die zweitstärkste Kraft wurde, die Pakistanische Volkspartei (PPP) der ermordeten Oppositionsführerin Benazir Bhutto bei der Regierungsbildung zu unterstützten. Sharif wollte dazu mit deren Witwer Asif Ali Zardari zusammenarbeiten, der nun die Führung der PPP innehat. Musharrafs Partei PML-Q landete klar abgeschlagen auf Platz drei.
US-Präsident: «Sieg des Volkes»
US-Präsident George W. Bush bezeichnete am Mittwoch die Wahl in Pakistan als fair. Den Sieg der Oppositionsparteien nannte er «einen Sieg des pakistanischen Volkes». Er hoffe, dass auch die neue Regierung ein Freund der USA und ein Verbündeter im Kampf gegen die muslimischen Extremisten sein werde. (AP)