Regierung in Kuba:
Fidel Castro verzichtet auf Amt des Staatschefs
19.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Fiedel Castro hat schon vor langem Abschied von der Öffentlichkeit genommen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ein Revolutionär tritt zurück: Der kubanische Staats- und Parteichef Fidel Castro zieht sich nach 49 Jahren aus der Staatsführung aus gesundheitlichen Gründen zurück.
Fidel Castro (81) verzichtet definitiv auf das Amt des Staatschefs in Kuba. Dies kündigte er in einer Erklärung an, die am Dienstag in der Internetausgabe der Parteizeitung «Granma» verbreitet wurde. Er werde aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt des Staatsratspräsidenten und des Oberkommandierenden kandidieren, sagte Castro. Fast 50 Jahre lang stand Fidel Castro, der letzte Revolutionär des 20. Jahrhunderts, an der Spitze der letzten kommunistischen Staates der westlichen Welt. Sein Leben war vor allem geprägt vom Kampf gegen die Großmacht USA. Trotz aller Bemühungen hat Washington es nicht zustande gebracht, das kleine Kuba Castros zu bezwingen, das Jahrzehnte lang von der kommunistischen Sowjetunion unterstützt wurde.
Geliebt und gefürchtet zugleichAls diese Anfang der 90er Jahre zusammenbrach, stand die Insel vor dem Ruin. Doch Fidel Castro hat auch diese Krise überstanden, ebenso wie die vielen Gerüchte, die seinen nahen Tod voraussagten, die Anschläge und die Verschwörungen. Bis zu seiner Erkrankung vor 18 Monaten, als er die Amtsgeschäfte seinem jüngeren Bruder Raúl (76) übertrug, stand er unbestritten an der Spitze Kubas - von den meisten Kubanern auf der Insel geliebt und gefürchtet zugleich.
Fidel Castro wurde am 13. August 1926 als Sohn eines spanischen Einwanderers in dem ostkubanischen Städtchen Birán geboren. Er studierte in Havanna Jura. 1953 scheiterte der erste Versuch, einen Volksaufstand gegen den Diktator Fulgencio Batista auszulösen. Ende 1956 kehrte Castro aus dem Exil in Mexiko nach Kuba zurück und stürzte Batista nach gut zweijährigem Guerillakrieg 1959. (dpa)