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Vor der Parlamentswahl in Pakistan: 

Zahlreiche Tote bei Anschlag auf Wahlbüro

16. Feb 2008 16:14, ergänzt 16:54
Ein Attentäter tötete viele Menschen hier Wahlplakate)
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Der Selbstmordattentäter hat im Nordwesten des Landes Dutzende Anhänger der Pakistanischen Volkspartei getötet. Er raste in einem mit Sprengstoff beladenen Auto in das Gebäude.

Bei einem Anschlag auf das Büro eines unabhängigen Kandidaten für die Parlamentswahl in Pakistan sind am Samstag mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 90 Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt, als der Selbstmordattentäter ein mit Sprengstoff beladenes Auto in das Büro in Parachinar im Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan steuerte. Der Kandidat Riaz Hussain Shah, der als Unabhängiger die Pakistanische Volkspartei PPP der im Dezember ermordeten Oppositionsführerin Benazir Bhutto unterstützt, wurde nicht verletzt.

Nach Angaben der Behörden war der Selbstmordattentäter in einem mit Sprengstoff beladenen Auto unterwegs, als er in das Gebäude fuhr. «Etliche unserer Parteimitglieder liegen in einer Blutlache», sagte ein Mitglied der Pakistanischen Volkspartei.

«Der Tod von 27 Menschen ist bestätigt und 93 weitere wurden verletzt», teilte ein Sprecher des Innenministeriums in Islamabad mit. Er habe die Explosion hören können, als er zum Zeitpunkt des Anschlags auf einer Kundgebung in der Nähe eine Wahlkampfrede hielt, sagte Shah in einem Fernsehinterview.

Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen

Am Morgen war in dem Grenzgebiet zu Afghanistan bereits ein Anschlag auf ein Wahllokal verübt worden. Nach Angaben der Behörden wurden acht Wahlkabinen von mutmaßlichen Pro-Taliban-Rebellen mit Zeitzünderbomben in die Luft gesprengt. Verletzt wurde niemand. In Hyderabad im Südosten Pakistans nahmen Sicherheitskräfte eine Gruppe fest, die Anschläge am Wahltag geplant haben soll. Bei den Männern seien Waffen, Sprengsätze und Bombenwesten gefunden worden, berichtete die Polizei.

Die Behörden verschärften vor der Parlamentswahl am Montag die Sicherheitsvorkehrungen in Pakistan. Fast 500.000 Sicherheitskräfte wurden zum Schutz der Abstimmung abgestellt. Neben 392.000 Polizisten sind auch 81.000 Soldaten im Einsatz, wie ein Militärsprecher am Samstag mitteilte. (dpa/AP)

 
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