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Karikaturenstreit: 

Iran protestiert gegen die dänische Presse

14. Feb 2008 11:19
Aus Solidarität mit dem bedrohten Zeichner druckten dänische Zeitungen Mohammed-Karikaturen ab
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Nach dem erneuten Abdruck von Mohammed-Karikaturen hat das Regime im Irak den dänischen Botschafter einbestellt. Dänemark solle gegen «derartige neue Beleidigungen» vorgehen, hieß es aus Teheran.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Der Iran hat am Donnerstag gegen den erneuten Abdruck von Karikaturen des Propheten Mohammed in dänischen Zeitungen protestiert. Der dänische Botschafter sei deshalb in das Außenministerium in Teheran einbestellt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars.

Die Führung in Teheran verurteilte die Veröffentlichung der Bilder und rief die dänische Regierung auf, gegen «derartige neue Beleidigungen» vorzugehen. Vor zwei Jahren hatte der Abdruck von Mohammed-Karikaturen in der dänischen Zeitung «Jyllands-Posten» eine beispiellose Protestwelle in der islamischen Welt ausgelöst. Bei den Krawallen waren damals rund 150 Menschen ums Leben gekommen.

Zahlreiche Zeitungen in Dänemark druckten am Mittwoch erneut Karikaturen von Mohammed ab. Damit reagierten sie auf die Aufdeckung von Mordplänen gegen den Zeichner Kurt Westergaard (73), der den Propheten als finsteren, vollbärtigen Mann mit einer Bombe samt brennender Zündschnur im Turban porträtierte. Die Chefredakteurin der Zeitung «Berlingske Tidende», Lisbeth Knudsen, sagte zur erneuten Veröffentlichung, alle Medien müssten nun «gegen Fanatismus und für die Verteidigung der Meinungsfreiheit zusammenstehen.» (NZ/dpa)

 
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