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Maggie Williams: Hillarys letzte Hoffnung

12. Feb 2008 15:38
Maggie Williams
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Die krisenerprobte Maggie Williams soll als neue Wahlkampfleiterin Obamas Siegeszug stoppen. Die frühere Stabschefin im Weißen Haus ist bekannt für ihre absolute Loyalität zu Clinton. Michaela Duhr stellt sie vor.

Margaret Ann Williams soll es richten und die drohende Niederlage von Hillary Clinton im Kampf um die demokratische Präsidentschaftskandidatur abwenden. Die 53-Jährige ersetzt die bisherige Wahlkampfmanagerin Patte Solis Doyle. Maggie ist bekannt für ihre unerschütterliche Loyalität gegenüber der New Yorker Senatorin. Williams spielte als Krisenmanagerin für die Clintons bereits als frühere Stabschefin der First Lady im Weißen Haus eine zentrale Rolle.

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  • Der Ruf nach ihr zeigt, wie groß Hillary Clintons Angst vor ihrem Herausforderer Barack Obama ist. Am vergangenen Wochenende entschied der schwarze Senator alle vier Vorwahlen für sich. In den Bundesstaaten Virginia und Maryland, wo an diesem Dienstag unter anderem gewählt wird, liegt er Umfragen zufolge in Führung.

    Als Assistentin von Ex-Präsident Bill Clinton und vor allem als Stabschefin machte die Tochter einer Lehrerin und eines Regierungsangestellten schnell deutlich, dass sie sich nicht auf repräsentative Aufgaben beschränkt. Ihre Pflichten und Verantwortlichkeiten gingen weit über die ihrer Vorgänger hinaus. So arbeitete Williams zusammen mit Hillary Clinton die Pläne für eine Reform des Gesundheitswesens aus. Das Projekt scheiterte jedoch an innenpolitischen Widerständen – Williams glättete anschließend die Wogen.

    Der Kampf gegen soziale Ungerechtigkeiten und für die Schwachen in der Gesellschaft zählt zu den größten Anliegen der 1952 in Kansas City im US-Bundesstaat Missouri geborenen Williams: «Alle hassen große Ungerechtigkeiten. Aber ich hasse eben auch die vielen kleinen Ungerechtigkeiten, selbst wenn ein Verkäufer einen schäbig gekleideten Kunden schlecht behandelt», sagte sie einst einer Journalistin der «Washington Post».

    Stolz auf ihr afroamerikanisches Erbe

    Hintergrund:
    Willimas besuchte eine katholische Schule und die Nonnen brachten ihr bei, stolz auf ihr afroamerikanisches Erbe zu sein. Am Trinity College in Washington, wo nur eine Handvoll Afroamerikaner studierte, setzte sie sich für die Belange ihrer schwarzen Kommilitonen ein. An der Annenberg School for Communication in Pennsylvania schrieb sie ihre Masterarbeit über das Verhältnis schwarzer Journalisten zu schwarzen Politikern. Inzwischen ist Williams Partnerin einer der größten Kommunikationsgesellschaften in den USA mit Sitz in Washington.

    Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton
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    Williams und die 60-jährige Clinton begegneten sich erstmals Mitte der 80er Jahre beim Children's Defense Fund, einer Organisation, die sich für mehr Sozialprogramme für mittellose amerikanische Familien einsetzt. Clinton war damals Direktorin, Williams half in der Pressestelle aus. Nach dem Wahlsieg von Bill Clinton 1992 zog sie ins Weiße Haus, in den Westflügel - direkt neben die First Lady.

    Schon damals geriet sie in die Schadensabwehr- Maschinerie der Clintons. Im Whitewater-Skandal um undurchsichtige Immobiliengeschäft im Clinton-Umfeld und in der Affäre um Ungereimtheiten im Reisebüro des Weißen Hauses verteidigte sie das Präsidentenpaar bei Kongress-Anhörungen. Nach vier Jahren im Weißen Haus nahm sie sich eine Auszeit und zog 1997 nach Paris.

    Schwarze Wähler gewinnen

    In das Wahlkampfteam von Hillary Clinton stieß sie erst nach der Vorwahl in New Hampshire, wo Clinton nur knapp eine Niederlage gegen den schwarzen Senator Obama verhindern konnte. Patti Solis Doyle wurde vor allem ihre mangelnde Erfahrung in Präsidentschaftskampagnen vorgeworfen. Clinton hatte sich für die 42-jährige Tochter mexikanischer Immigranten auch wegen ihrer Verbindung zu den Latino-Wählern entschieden. Jetzt hofft Clinton wohl auf Maggie Williams, um die schwarzen Wähler wieder auf ihre Seite zu ziehen.

     
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