11.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Totengräber an der Grabstätte für die Ludwigshafener Brandopfer
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Türkei nimmt Abschied von den Opfern der Brandkatastrophe von Ludwigshafen. In ihrer anatolischen Heimatstadt Gaziantep sind die sterblichen Überreste der neun Menschen am Montag beigesetzt worden.
Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung sind die neun Todesopfer der Brandkatastrophe von Ludwigshafen am Montag in ihrer südtürkischen Heimatstadt Gaziantep zu Grabe getragen worden. Mehrere Tausend Menschen kamen zum Friedhof, wo die mit türkischen Nationalfahnen bedeckten Särge mit den Leichen der vier Frauen und fünf Kinder standen. Augenzeugen sprachen von einer Atmosphäre stiller Trauer.
Der Bürgermeister von Gaziantep, Asim Güzelbey, rief die Türken auch in Deutschland auf, sich nicht provozieren zu lassen, sondern das Ergebnis der Ermittlungen zu dem Brand abzuwarten. Er sei selbst nach Ludwigshafen gereist und habe sich davon überzeugt, dass die deutschen Behörden bemüht seien, die Wahrheit über die Brandursache ans Licht zu bringen. «Der Schmerz von Gaziantep ist groß», fügte er hinzu.
Die Ermittlungen zur Ursache des Brandes vor einer Woche sind noch nicht beendet. Die deutschen Behörden schließen weiterhin weder einen technischen Defekt noch Brandstiftung aus. Trotzdem hatten einige türkische Medien den Brand in den vergangenen Tagen bereits als ausländerfeindlichen Anschlag bezeichnet. (dpa)