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Clinton feuert Wahlkampf-Managerin

11. Feb 2008 07:36, ergänzt 10:54
Hillary Clinton gerät zunehmend unter Druck
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Nach vier Niederlagen an nur einem Wochenende macht sich im Lager von Hillary Clinton Panik breit: Sie trennte sich überraschend von ihrer langjährigen Beraterin und Wahlkampf-Managerin Patti Solis Doyle.

Der schwarze Senator Barack Obama hat im Rennnen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur seine jüngste Siegesserie bei den US-Vorwahlen fortgesetzt: Nach teils deutlichen Triumphen in den US-Bundesstaaten Louisiana, Washington und Nebraska siegte er am Sonntag auch in Maine.

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Der Senator aus Illinois kam nach Auszählung fast aller Wahlbezirke auf einen Stimmenanteil von fast 60 Prozent. Seine Rivalin Hillary Clinton erreichte dagegen nur etwa 40 Prozent. Der Staat im äußersten Nordosten der USA entsendet 24 Delegierte zum Nominierungsparteitag der Demokraten.

Der Kampf bleibt trotz der Siege Barack Obamas weiterhin spannend: Der Senator hat nach Zählung der «Washington Post» inzwischen insgesamt 1108 Delegierte hinter sich, die frühere First Lady kommt auf 1136 Delegierte. Für einen Sieg beim Nominierungsparteitag benötigt ein Bewerber mindestens 2025 der 4049 Delegiertenstimmen.

Nach dem enttäuschenden Abschneiden am Wochenende trennte sich Hillary Clinton von ihrer Wahlkampfleiterin Patti Solis Doyle. In einer E-Mail teilte Clintons langjährige Beraterin Doyle am Sonntag ihren Mitarbeitern mit, dass Maggie Williams den Posten übernehme. Williams war Clintons Stabschefin zu deren Zeit als First Lady. Doyle bleibe aber Beraterin im Clinton-Wahlkampf.

Es steht 19:12 für Obama

Maggie Williams
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Das Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur wird am Dienstag in den Bundesstaaten Virginia, Maryland und in der US-Hauptstadt Washington DC fortgesetzt. Umfragen sehen auch dort Barack Obama in der Gunst der Wähler vor Hillary Clinton.

In Nebraska und im Staat Washington - ganz im Nordwesten der USA - erzielte Obama jeweils 68 Prozent. Im Südstaat Louisiana, wo viele Afroamerikaner leben, schaffte er 56 Prozent. Insgesamt gewann Obama bislang in 19 Bundesstaaten, Clinton in zwölf.

Hintergrund:
Bei den Republikanern gewann am Samstag bei einer parteiinternen Abstimmung in Kansas der frühere Senator von Arkansas, Mike Huckabee, klar vor dem als Favoriten geltenden John McCain. Auch die Vorwahl in Louisiana entschied der ehemalige Baptistenprediger Huckabee für sich. In Washington liegt nach Auszählung von knapp 90 Prozent der Wahlbezirke der 71-jährige McCain knapp vor Huckabee.

«Fragwürdige» Ergebnisse in Washington

Huckabee äußerte unterdessen Zweifel am Vorwahlsieg seines Rivalen in Washington. Sein Wahlkampfteam nannte die Endergebnisse der Wählerversammlungen am Sonntag «fragwürdig» und kündigte eine rechtliche Überprüfung an.

Sein Wahlkampfleiter Ed Rollins warf dem Parteivorsitzenden der Republikaner in Washington, Luke Esser, vor, McCain zu schnell zum Sieger erklärt zu haben. Bei der Abstimmung am Samstag setzte sich laut offiziellem Ergebnis McCain mit 26 zu 24 Prozent gegen Huckabee durch. Rollins sagte, beim Auszählungsstand von 87 Prozent habe Huckabee 242 Stimmen hinter McCain gelegen. Es gebe aber noch etwa 1500 Stimmen, die nicht gezählt worden seien. Anwälte des Wahlkampfteams würden prüfen, weshalb die Stimmenauszählung vorzeitig beendet worden sei, so Rollins. Man sei auch bereit, Gerichte einzuschalten.

Noch ein Sieg von Obama gegen Clinton

Der US-Präsidentschaftswahlkampf ist noch offen, bei den Grammys dagegen hat der demokratische Bewerber Barack Obama die Nase vorn. Bei der Vergabe der renommierten Musikpreise am Sonntagabend in Los Angeles gewann der schwarze Senator in der Kategorie «Bestes gesprochenes Album» ein goldenes Grammophon und schlug damit Clinton, in diesem Fall allerdings Bill Clinton. Der einstige US-Präsident war für sein Audiobuch «Giving: How Each Of Us Can Change The World» nominiert. Obama heimste den Preis für sein Hörbuch «The Audicity of Hope: Thoughts on Reclaiming The American Dream» ein. (nz/dpa/AP)

 
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