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Australien zeigt Bilder von getöteten Walen

07. Feb 2008 11:45
Ein von japanischen Walfängern getötetes Muttertier mit Kalb
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Der australische Umweltminister Garrett beschrieb die Bilder von getöteten Walen als «widerlich» und sprach von einem willkürlichen Abschlachten. Die Regierung will juristisch gegen Japan vorgehen.


Aus Protest gegen den Walfang Japans in der Antarktis hat Australien Bilder eines getöteten Zwergwals und seines Jungen veröffentlicht. Die Fotos wurden von der australischen Zollbehörde aufgenommen, als die Kadaver an Bord eines japanischen Walfangschiffes gezerrt wurden, wie die Regierung in Canberra am Donnerstag mitteilte.

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Umweltminister Peter Garrett bezeichnete die Bilder als erschütternd. Ihm sei richtig schlecht geworden bei dem Gedanken, dass auch ein Junges unter zwölf Monaten getötet worden sei. Australien will nicht nur diplomatisch, sondern auch juristisch gegen Japan vorgehen. Innenminister Bob Debus erklärte, die Bilder seien ein klarer Beleg dafür, dass Japan den Walfang umgehend einstellen müsse. Die Regierung will den Rechtsweg einschreiten, doch ist zurzeit noch nicht geklärt, welches Gericht am besten angerufen werden sollte.

Walfleisch im Supermarkt

Die japanische Fischereibehörde erhob schwere Vorwürfe gegen die Besatzungsmitglieder der australischen Zollschiffe. Diese seien der japanischen Walfangflotte gefährlich nahe gekommen, nur um Fotos machen zu können. «Das sind waghalsige Aktionen, wie sie sonst nur von Greenpeace und Sea Shepherd ausgeführt werden», sagte Behördenchef Hideki Moronuki mit Blick auf die Umweltorganisationen, die den diesjährigen japanischen Walfang rund drei Wochen lang lahmgelegt hatten, bevor er Anfang des Monats wieder aufgenommen wurde.

Das regierungsnahe Walforschungsinstitut schrieb auf seiner Web-Site, Australien betreibe gefährliche emotionale Propaganda, die die bilateralen Beziehungen zu Japan erheblich beeinträchtigen könnte. Moronuki erklärte außerdem, die getöteten Tiere würden systematisch ausgewählt, um diverse Arten und Größen zur Verfügung zu haben. Es handele sich bei den abgebildeten Walen nicht um Mutter und Kind.

Der australische Umweltminister Garrett sprach dagegen von einem völlig willkürlichen Abschlachten. Die Tatsache, dass das Fleisch der Meeressäuger in japanischen Supermärkten verkauft werde, strafe die Aussage Tokios über einen wissenschaftlichen Walfang Lügen. Australien und Neuseeland, selbst bis in die 1970er Jahre Walfangnationen, nehmen inzwischen eine führende Rolle im Kampf gegen den Walfang ein. Japan darf trotz des Moratoriums von 1986 jährlich mehr als 1000 Wale zu Forschungszwecken jagen. Umweltschützer bezweifeln den wissenschaftlichen Nutzen und werfen der japanischen Regierung kommerzielle Interessen vor. (dpa/AP)

 
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