netzeitung.deKonflikt im Norden Sri Lankas eskaliert

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Tamilen-Rebellen in Sri Lanka (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Tamilen-Rebellen in Sri Lanka
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Im Norden Sri Lankas sind schwere Kämpfe zwischen Rebellen und Regierung entflammt. Dabei soll es viele Tote gegeben haben, allerdings gibt es bislang keine Bestätigung der Opferzahlen.

Bei schweren Kämpfen im Norden Sri Lankas sind nach Angaben des Militärs mindestens 46 Tamilen-Rebellen der LTTE und acht Soldaten ums Leben gekommen. Die Streitkräfte teilten am Mittwoch mit, mehrere Kämpfer der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) seien zudem verletzt worden. Eine unabhängige Bestätigung der Opferzahlen gab es nicht. In dem von den Rebellen kontrollierten Gebiet im Norden der Insel wurden seit Dienstag schwere Kämpfe aus der Gegend um Nagarkovil, Welioya und Mannar gemeldet. Die Regierung hat angekündigt, die LTTE militärisch besiegen zu wollen.

Die Luftwaffe flog am Mittwoch nach Armeeangaben erneut einen Bombenangriff auf LTTE-Ziele im Rebellengebiet. Ein Militärsprecher sagte, Ziel sei ein Treffen hochrangiger LTTE-Anführer gewesen. Einzelheiten über Opfer wurden zunächst nicht bekannt. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, LTTE-Chef Vellupillai Prabhakaran zu «eliminieren». Der LTTE-nahe Internetdienst Tamilnet meldete, bei dem Bombardement eines Vorortes der Rebellenhochburg Kilinochchi seien am Dienstag zwei Zivilisten getötet worden.

Die Gewalt in Sri Lanka eskaliert seit Ende 2005. Die Lage hat sich deutlich zugespitzt, seit die Regierung im vergangenen Monat den Waffenstillstand mit der LTTE aufkündigte und mit dem Vormarsch auf das Rebellengebiet im Norden begann. Seitdem haben im Süden der Insel Anschläge dramatisch zugenommen. Seit vergangenem Samstag starben bei Anschlägen auf zwei Busse und auf den größten Bahnhof der Hauptstadt Colombo fast 50 Zivilisten. Die LTTE kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat im Nordosten der Insel. Der Bürgerkrieg hat bereits mehr als 70.000 Menschen das Leben gekostet.(dpa/ AP)