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Keine Entscheidung zwischen Clinton und Obama

06. Feb 2008 13:02
Hillary Clinton und Barack Obama müssen weiter kämpfen
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Während sich John McCain bei den Republikanern schon als Präsidentschaftskandidat feiern lässt, halten sich Clinton und Obama zurück. Der Wahlmarathon brachte beiden keinen entscheidenden Vorsprung.

Die beiden Rivalen Hillary Clinton und Barack Obama hinterlassen ein geteiltes Amerika. Auch nach den Vorwahlen am Super Tuesday ist das Rennen um die Nominierung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten völlig offen. Noch immer liegen der Senator aus Illinois und die New Yorker Senatorin fast gleichauf, mit einem leichten Vorsprung für Clinton.

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  • Millionen Demokraten gingen in zahlreichen Bundesstaaten zur Urne, um ihren Favoriten zu wählen und ihm einen historischen Sieg zu sichern: Mit Obama würde erstmals ein schwarzer Präsident ins Weiße Haus ziehen und mit Hillary Clinton würde erstmals eine Frau an der Spitze stehen. Nach Auszählung fast aller Stimmen zeichnete sich noch immer klarer Favorit ab.

    Die 60-jährige Clinton feierte in New York ihren Heimerfolg. «Heute ist die Nacht Amerikas», sagte sie vor jubelnden Anhängern. Die Wähler hätten in Rekordzahlen für eine Erneuerung des Landes gestimmt. Auch Obama rief seinen Fans zu: «Unsere Zeit ist gekommen», rief er seinen begeisterten Anhängern zu. «Der Wechsel kommt.»

    Zurückhaltung bei Obama und Clinton

    Beide hielten sich mit großen Siegeserklärungen zurück, wie die «New York Times» berichtete. Beide klangen bei ihren Wahlpartys erschöpft und müde, wohl wissend, dass sie den begehrten großen Preis noch nicht in den Händen halten und das Kopf-an-Kopf-Rennen weitergeht.

    Nach Berechnungen von US-Fernsehsendern siegte Barack Obama in 13 Bundesstaaten, seine Widersacherin triumphierte in nur acht, darunter aber in den bevölkerungsreichen Staaten New York, New Jersey und Kalifornien. Ausschlaggebend ist jedoch die Zahl der Delegierten: So konnte Hillary Clinton am Super Tuesday bislang 582 Delegierte gewinnen und somit seit Beginn der Vorwahlen insgesamt 845 Delegierte auf sich vereinen. Obama hat inzwischen 562 Delegiertenstimmen errungen, insgesamt kann er auf das Votum von 765 Delegierten hoffen.

    McCain setzt seinen Siegeszug fort

    Hintergrund:
    Ganz anders die Situation bei den Republikanern: Hier konnte der Favorit John McCain seinen Vorsprung ausbauen. Er gewann in neun Staaten, darunter New York und Kalifornien. Sein schärfster Herausforderer Mitt Romney triumphierte in sieben Staaten, der religiös-konservative Mike Huckabee in fünf. McCain erinnerte bei einem Auftritt in seinem Heimatstaat Arizona an den früheren US-Präsidenten Ronald Reagan und sagte: «Wir sind die größte Nation der Welt.» Vorläufigen Zahlen zufolge führt der 71-jährige McCain mit 511 Delegiertenstimmen, Romney gewann dagegen nur 176 Delegierte.

    Experten hatten bereits im Vorfeld befürchtet, dass auch der Super Tuesday bei den Demokraten keine Vorentscheidung bringt. Bereits in einer Woche stehen weitere Vorwahlen in Virginia und Maryland an. Offiziell werden die Kandidaten erst bei den Nominierungsparteitagen im Spätsommer gekürt. Die Wahl des Nachfolgers von Präsident George W. Bush findet am 4. November statt. (nz)




     
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