John McCain triumphiert am Super Tuesday06. Feb 2008 06:37, ergänzt 12:33  |  Anhänger jubeln dem Republikaner John McCain zu | Foto: AP |
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Der Republikaner John McCain hat seine Rivalen am Super Tuesday weit hinter sich gelassen. Er sei als «Underdog» gestartet und freue sich jetzt über seine Favoritenrolle.
Der 71-jährige Senator John McCain ist aus dem Wahlmarathon am «Super-Dienstag» als klarer Favorit bei der Kandidatenkür der Republikaner hervorgegangen. Wie der US-Nachrichtensender NBC am Mittwochmorgen (MEZ) berichtete, hat der Politiker aus Arizona im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien einen Sieg errungen. Damit entschied er in neun Bundesstaaten, darunter auch New York, die Vorwahlen für sich.
McCains schärfster Rivale, der Ex-Gouverneur Mitt Romney, konnte sechs Staaten für sich gewinnen, darunter den Bundesstaat Utah mit knapp 90 Prozent der Wählerstimmen. In fünf Bundesstaaten entschied sich die Mehrheit für den ehemaligen Gouverneur Mike Huckabee.
Nach einer Zählung der «Washington Post» kommt McCain jetzt auf insgesamt 613 Delegierte, Romney auf 269 und Huckabee auf 190. Um auf dem Parteitag zu gewinnen, muss ein Bewerber mindestens 1191 der insgesamt 2380 Delegiertenstimmen auf sich vereinen.
McCain erhielt damit mehr als doppelt so viele Stimmen wie Romney, obwohl er mit insgesamt zwölf Bundesstaaten seit Beginn der Vorwahlen nur einen Staat mehr als sein Konkurrent für sich gewinnen konnte. Sein Vorsprung rührt zum einen daher, dass er in den bevölkerungsreichen Staaten Kalifornien und New York die Oberhand behielt. Zum anderen bekommt der Gewinner eines Staates nach dem Prinzip: «the winner takes it all» alle Delegiertenstimmen. Das ist bei den Demokraten anders, dort bekommen auch Kandidaten, die nicht gewonnen haben, proportional einen Anteil der Delegiertenstimmen.
Vor jubelnden Anhängern in seinem Heimatstaat Arizona sagte McCain, es liege zwar noch eine Wegstrecke vor ihm, aber es sei keine Übertreibung zu sagen, dass er dem Weißen Haus ein Stück näher gekommen sei. Mit Blick auf sein schlechtes Abschneiden zu Beginn des Wahlkampfs fuhr McCain fort, er habe nichts dagegen gehabt, der «Underdog» im Rennen gewesen zu sein. Jetzt aber sei es offensichtlich, dass er Favorit sei - «und ich habe nicht das Mindeste dagegen».
Die Ex-Gouverneure Romney und Huckabee betonten indes, dass sie weiterhin im Rennen bleiben würden. «Der Wahlkampf geht weiter», betonte Romney. (nz/AP/dpa)
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