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Nato drängt Deutschland zum Truppeneinsatz

02. Feb 2008 11:09
Trotz Absage Deutschlands reißen Forderungen nach dem Einsatz der Bundeswehr im Süden Afghanistans nicht ab
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Der Streit um den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan reißt nicht ab. Nun hat sich auch Nato-Generalsekretär Scheffer geäußert. Beobachter sehen die Nato über dem Afghanistan-Problem schon zerbrechen.

Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hat sich für eine Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan ausgesprochen. «Deutschland leistet als Führungsnation im Norden vorbildliche Arbeit. Aus meiner Sicht könnte die Internationale Schutztruppe natürlich auch anderswo in Afghanistan mehr davon gebrauchen», sagte de Hoop Scheffer «Bild am Sonntag».

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«Ich setze mich bei allen Nationen für mehr Flexibilität im Einsatz unserer Streitkräfte ein. Ich nehme zur Kenntnis, dass es bei vielen Nationen Einsatzbeschränkungen gibt. Deshalb lasse ich nicht nach in dem Bemühen, diese so weit wie möglich reduziert zu sehen.»

De Hoop Scheffer wies Befürchtungen zurück, die Bundeswehr sei nicht ausreichend auf einen Kampfeinsatz im Norden vorbereitet. «Ich habe keinen Zweifel, dass eine deutsche schnelle Eingreiftruppe für ihren Auftrag optimal ausgerüstet und ausgebildet sein wird», sagte er. De Hoop Scheffer räumte ein, dass die schnelle Eingreiftruppe im Norden besonderen Gefahren ausgesetzt sein wird: «Wir müssen weiterhin mit Angriffen von Aufständischen auf unsere Soldaten rechnen. Für die Eingreiftruppe heißt das: Wenn Not am Mann ist, leistet sie Unterstützung - sie handelt wie eine Feuerwehr.»

De Hoop Scheffer dämpfte Hoffnungen auf einen raschen Erfolg in Afghanistan: «Die Nato wird auf absehbare Zeit in Afghanistan bleiben müssen. Ich halte nichts davon, dass wir uns Zeitzwänge auferlegen. Dies ist ein langfristiger Einsatz.» Doch zeigte er sich siegessicher: «Die Taliban sind mit ihrem Versuch, die afghanischen Streitkräfte und die Nato militärisch zu besiegen, überall gescheitert. Deshalb greifen sie jetzt zur Taktik einzelner Anschläge gegen unschuldige Zivilisten. Aber auch diese Taktik wird scheitern.» (dpa)

 
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