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Vom «Super Tuesday» zum «Giga Tuesday»

31. Jan 2008 16:15
Der Begriff «Super Tuesday» wurde im Jahr 1984 geprägt, als in mehreren Bundesstaaten gleichzeitig US-Vorwahlen stattfanden. In diesem Jahr ist die Zahl der Staaten so groß, dass US-Medien von einem «Giga Tuesday» sprechen.

Der so genannte Super Tuesday ist ein wichtiges Datum im US-Wahlmarathon. An diesem Tag werden gleichzeitig in zahlreichen Bundesstaaten parteiinterne Vorwahlen im Kampf um die Kandidatur für die Präsidentschaftswahl durchgeführt. In einigen Staaten treten nur Republikaner beziehungsweise Demokraten gegeneinander an, in anderen Bundesstaaten Bewerber beider Parteien. Da an diesem Tag die meisten Delegierten für die Präsidentschaftswahl bestimmt werden, ist er oft vorentscheidend.

Der Bezeichnung Super Tuesday tauchte erstmals bei den Vorwahlen 1984 auf. Tatsächlich gab es damals sogar mehrere Super-Dienstage, die schließlich mit dem «Super Tuesday III» endeten, als Walter Mondale zum Kandidaten der Demokraten nominiert wurde.

«Tsunami-Dienstag»

Bis 2004 war der Super-Dienstag immer Anfang März. In diesem Jahr wurde er allerdings im Bestreben vieler Bundesstaaten, die Bedeutung ihrer Abstimmungen hervorzuheben, auf den 5. Februar vorgezogen. Nach 16 und zehn Bundesstaaten in den Jahren 2000 und 2004 wird in diesem Jahr in 24 Staaten entschieden. US-Medien sprechen darum von einem «Giga Tuesday» oder «Tsunami Tuesday».

Im Jahr 2004 traten am Super Tuesday nur demokratische Herausforderer des amtierenden Präsidenten George W. Bush gegeneinander an. Der Senator von Massachusetts, John Kerry, setzte sich gegen Howard Dean und John Edwards durch. Bei der Präsidentschaftswahl wurde Bush im Amt bestätigt. 2007 erklärte Kerry seinen Verzicht auf eine weitere Kandidatur.

Vor acht Jahren setzte sich bei den Demokraten Vize- Präsident Al Gore gegen den früheren Basketball-Star Bill Bradley durch. Bei den Republikanern hatte Arizonas Senator John McCain das Nachsehen gegen George W. Bush - der dann auch ins Weiße Haus einzog. Nach seiner knappen Wahlniederlage gegen Bush zog sich Gore aus der Politik zurück. Inzwischen kämpft er als Umweltaktivist unermüdlich gegen den Klimawandel. Im Jahr 2006 kam sein Dokumentarfilm «Eine unbequeme Wahrheit» in die Kinos. Gores Einsatz für den Klimaschutz wurde im folgenden Jahr mit dem Friedensnobelpreis belohnt. (nz/dpa)

 
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