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Giulianis Alptraum in Florida

29. Jan 2008 14:26
Rudy Giuliani droht im Sonnenstaat Florida zu scheitern
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Der Republikaner und frühere New Yorker Bürgermeister Giuliani hat seine ganze Hoffnung auf Florida gesetzt - doch sein Konzept droht zu scheitern. In dem Sonnenstaat entscheidet sich die Vorwahl zwischen Romney und McCain.

Je näher die Vorwahlen in Florida rücken, umso schärfer attackieren sich die beiden aussichtsreichsten Konkurrenten der Republikaner. Mitt Romney warf dem Vietnamkriegs-Veteranen John McCain vor, das Land auf «einen liberalen demokratischen Kurs» einzuschwören. Der Senator aus Arizona schoss zurück und bezeichnete die Kampagne des Multi-Millionärs Romney als großangelegtes Täuschungsmanöver. Als Gouverneur von Massachusetts habe er Gesetzvorhaben unterstützt, die er nun im Rennen um das Weiße Haus ablehne, zitierte ihn die «Washington Post» am Dienstag.

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In dem Bundesstaat zeichnet sich bei der Wahl am heutigen Dienstag ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Rivalen ab. Jüngsten Umfragen zufolge liegen Romney und McCain gleichauf bei etwa 30 Prozent. Ein Triumph in Florida wäre für den jeweiligen Gewinner ein enormer Schub für den am kommenden Dienstag anstehenden so genannten Super Tuesday, an dem in 22 Bundesstaaten die Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur gewählt werden.

Wir gewinnen, wir gewinnen

Für den noch zu Beginn des Vorwahlkampfes als Favoriten gehandelten früheren New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani dürfte Florida das «Aus» bedeuten. Zwar hatte er alle Hoffnung auf den Bundesstaat im Südosten der USA gesetzt, auf Wahlen in Iowa und New Hampshire verzichtet und sich seit Wochen ganz auf den Sunshine State konzentriert. Doch sein Konzept, sich mit einem Schlag ins Rampenlicht zu katapultieren, geht nicht auf: In Umfragen rangiert er mit nur 14 Prozent noch hinter dem ehemaligen Baptistenprediger Mike Huckabee, dem Überraschungssieger von Iowa.

An eine Niederlage will der vor allem für sein erfolgreiches Krisenmanagement nach 9/11 gelobte Giuliani nicht glauben. Allen Unkenrufen zum Trotz sprach er einer kleinen Anhängerschaft in Orlando Mut zu: «Wir gewinnen in Florida. Wir gewinnen am 5. Februar. Wir gewinnen die Nominierung und das Weiße Haus.»

Seit 1952 haben sich die Wähler in Florida bis auf 1964, 1976 und 1996 immer zugunsten der Republikaner entschieden. Und seit 1924 zogen die siegreichen republikanischen Bewerber schließlich auch ins Weiße Haus.

Keine Bedeutung für Demokraten

Bilderschau:
Die Abstimmung bei den Demokraten hat keine Bedeutung für die interne Kandidatenkür. Wegen des Vorpreschens Floridas mit seinem Wahltermin kam es zu Unstimmigkeiten mit der Bundespartei in Washington, so dass der Bundesstaat keine Delegierten zu der National Convention, der Parteiversammlung der Republikaner zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten, im September entsenden darf.

Dennoch reiste Hillary Clinton nach ihrer schweren Niederlage gegen ihren Herausforderer Barack Obama in South Carolina am vergangenen Sonntag nach Florida. Die demokratischen Bewerber haben sich darauf verständigt, auf direkte Wahlkampfauftritte zu verzichten. Da es sich aber um geschlossene Treffen mit Wahlkampfspendern handelte, stellte Clintons Reise kein Verstoß gegen die Abmachung dar.


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