Für den noch zu Beginn des Vorwahlkampfes als Favoriten gehandelten früheren New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani dürfte Florida das «Aus» bedeuten. Zwar hatte er alle Hoffnung auf den Bundesstaat im Südosten der USA gesetzt, auf Wahlen in Iowa und New Hampshire verzichtet und sich seit Wochen ganz auf den Sunshine State konzentriert. Doch sein Konzept, sich mit einem Schlag ins Rampenlicht zu katapultieren, geht nicht auf: In Umfragen rangiert er mit nur 14 Prozent noch hinter dem ehemaligen Baptistenprediger Mike Huckabee, dem Überraschungssieger von Iowa.An eine Niederlage will der vor allem für sein erfolgreiches Krisenmanagement nach 9/11 gelobte Giuliani nicht glauben. Allen Unkenrufen zum Trotz sprach er einer kleinen Anhängerschaft in Orlando Mut zu: «Wir gewinnen in Florida. Wir gewinnen am 5. Februar. Wir gewinnen die Nominierung und das Weiße Haus.»
Seit 1952 haben sich die Wähler in Florida bis auf 1964, 1976 und 1996 immer zugunsten der Republikaner entschieden. Und seit 1924 zogen die siegreichen republikanischen Bewerber schließlich auch ins Weiße Haus.