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Weltwirtschaftsforum will soziale Unternehmer

25. Jan 2008 20:40
Gordon Brown, die jordanische Königin Rania, Bill Gates und Bono
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Die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos haben vielfältige Appelle verabschiedet. Die Armut in der Welt soll bekämpft werden, der Kapitalismus soll «kreativ» sein.

Politiker und Firmenchefs haben am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos an die soziale Verantwortung der Unternehmer für die Bekämpfung der Armut auf der Welt appelliert. Großbritanniens Premierminister Gordon Brown sagte, die Unternehmen sollten sich auch für Entwicklungsprojekte einsetzen, vor allem dort, wo die Regierungen überfordert seien.

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Microsoft-Gründer und Milliardär Bill Gates erläuterte seine Vorstellungen eines «kreativen Kapitalismus». Zuvor hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gewarnt, dass die im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen festgelegten Millennium-Entwicklungsziele scheitern dürften, wenn Unternehmen ihre Verantwortung nicht wahrnehmen.

Brown sagte, zur besseren Ausnutzung der Globalisierung gehöre auch, dass die «Institutionen der 40er Jahre» - wie die Vereinten Nationen oder die Weltbank - reformiert und der heutigen Lage angepasst werden. Vor den noch bis Sonntag in Davos tagenden 2500 Spitzenvertretern aus Wirtschaft und Politik mahnte er einen Wechsel an. «Vieles verwandelt die Welt, die internationalen Institutionen sind dafür aber noch nicht bereit.» Auch seien etwa internationale Fonds zur Anpassung an die neuen Bedingungen und die Förderung von Entwicklungsländern sowie gegen den Klimawandel vonnöten, sagte der Premierminister.

Bill Gates fordert «kreativen Kapitalismus»

Gates forderte von den Unternehmen einen «kreativen Kapitalismus» zum Nutzen der Armen in der Welt. «Die Welt wird besser, aber es geht nicht rasch genug und sie wird nicht für alle besser», sagte Gates, der als reichster Mann der Welt gilt und der sich im Juli von Microsoft zurückziehen will. «Die es am nötigsten hätten bekommen am wenigsten», sagte er. Somit müssten für sie die Marktkräfte, die Triebfeder des Kapitalismus, genutzt werden. Die gewaltigen Fortschritte in Technik, Software, Medizin und Bildung kämen zumeist nur den Reichen zugute und die Armen hätten das Nachsehen.

Die entwicklungspolitische Organisation Data (Debt AIDS Trade Africa) begrüßte den Aufruf zu verstärkten Anstrengungen mit Blick auf eine Dringlichkeitssitzung der Vereinten Nationen zu den Millennium-Entwicklungszielen im September in New York. Die Organisation arbeitet eng mit den Musikern Bono und Bob Geldof zusammen, die ebenfalls beim Weltwirtschaftsforum engagiert sind. Die UN hatten sich unter anderem auf die Halbierung extremer Armut, Grundschulbildung für alle Kinder und die Reduzierung der Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren bis zum Jahr 2015 festgelegt. (dpa)

 
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