netzeitung.deCastros Zukunft in der Schwebe

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So kämpferisch wird man Castro wohl nie wieder sehen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe So kämpferisch wird man Castro wohl nie wieder sehen
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Nahezu alle Kubaner sind bei den Parlamentswahlen am Sonntag an die Urnen gegangen. Ein Sieg der regierenden Kommunistischen Partei gilt als sicher, da keine Gegenkandidaten zugelassen waren.

In Kuba sind bei den ersten Parlamentswahlen seit der Erkrankung von Staats- und Parteichef Fidel Castro mehr als 95 Prozent der rund 8,4 Millionen Wahlberechtigten an die Urnen gegangen. Die staatliche Nachrichtenagentur AIN meldete am Sonntagabend, in den 38.000 Wahllokalen der Karibikinsel habe «Enthusiasmus und Disziplin» geherrscht.

Das vorläufige Wahlergebnis kündigte die nationale Wahlbehörde für Montagnachmittag an. Der Sieg der seit 49 Jahren regierenden Kommunistischen Partei gilt allerdings als sicher, da keine Gegenkandidaten zugelassen waren. Auch ausländische Wahlbeobachter waren nicht zugelassen.
Castro wählt vom Krankenbett aus
Fidel Castro selbst konnte offenbar aus gesundheitlichen Gründen kein Wahllokal aufsuchen, sondern gab seine Stimme laut AIN am Krankenbett ab. Kubas neues Nationalparlament wird am 24. Februar über die politische Zukunft Castros entscheiden. Für dieses Datum kündigte Castros Bruder Raúl, der seit knapp 18 Monaten die Staatsgeschäfte führt, die erste Sitzung an.

Die 614 Abgeordneten müssen die Regierung, den 31-köpfigen Staatsrat, wählen. Dessen Präsident ist bisher immer noch Fidel Castro. Er ist seit einer Notoperation am Darm im Juli 2006 nicht mehr öffentlich aufgetreten. (epd)