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Japan zeigt Härte gegenüber Walfanggegnern

16. Jan 2008 09:05
Zwei Aktivisten werden an Bord eines japanischen Walfängers festgehalten
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Die zwei an Bord eines Walfangschiffs in der Antarktis festgehaltenen Aktivisten der Organisation Sea Sheperd warten weiterhin auf ihre Freilassung. Die japanische Fischereibehörde stellt Bedingungen.

Japan hat die Freilassung von zwei Walfanggegnern in der Antarktis an die Bedingung geknüpft, dass ihre Organisation Sea Shepherd die Protestaktionen einstellt. Zudem sollen die Aktivisten das Filmen und Fotografieren der Walfangflotte einstellen, sagte am Mittwoch der Kapitän des Sea-Shepherd-Schiffs «Steve Irwin», Paul Watson. Zuvor hatte die japanische Fischereibehörde mitgeteilt, dass Sea Shepherd die beiden Walfanggegner mit Schlauchbooten abholen könne.

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Der Australier Benjamin Potts und der Brite Giles Lane betraten am Dienstag das japanische Walfangschiffs «Yushin Maru 2», um nach Angaben von Sea Shepherd eine Petition zur Einstellung des Walfangs zu übergeben. Die japanische Besatzung warf ihnen jedoch vor, illegal an Bord des Schiffs gelangt zu sein und nahm die beiden gefangen.

Glenn Inwood vom Japanischen Institut für Walforschung, das den Walfang organisiert, sprach von einem «Akt der Piraterie». Der Kapitän des Seau-Shepherd-Schiffs «Steve Irwin», Paul Watson, verteidigte hingegen die Aktion und sagte, dies sei gerechtfertigt gewesen, da die Waljagd der japanischen Schiffe gegen das Völkerrecht verstoße. «Die Piraten sind die Japaner», sagte Watson in einem Radio-Interview.

Australien fordert Freilassung

Die australische Regierung verlangte die Freilassung der Aktivisten und wurde auf diplomatischen Wegen in Tokio vorstellig. Außenminister Stephen Smith teilte mit, die japanischen Behörden hätten nach den Gesprächen zugesagt, die beiden Aktivisten auf das Schiff der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd zurückzubringen. An den Protestaktionen gegen die japanische Walfangflotte nehmen auch Mitglieder der Organisation Greenpeace teil.

Die japanische Walfangflotte ist im November in Richtung Antarktis aufgebrochen. Die Besatzung der Schiffe will bis zu 50 Buckelwale, bis zu 50 Finnwale und bis zu 935 Südliche Zwergwale töten. Das ist das größte Jagdprogramm seit Beginn der Schutzmaßnahmen der Internationalen Walfangkommission. Die Ausnahmeregelung wird mit wissenschaftlichen Zwecken begründet. (AP)

 
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