09. Jan 2008 16:02
Der Republikaner John McCain hat seine Rivalen mit einem klaren Sieg in New Hampshire überrascht. Der bereits politisch abgeschriebene 71-Jährige ist ein vehementer Befürworter des Irakkrieges.
Niemand hat mit einem Comeback des populären Senators aus Arizona gerechnet. Manche hatten den Republikaner John McCain im Rennen um die Spitzenkandidatur mit Blick auf sein geringes Wahlkampfbudget bereits abgeschrieben. Der 71-Jährige einstige Vietnam-Kriegsgefangene unterstützt den Irakkrieg. Allerdings kritisiert er Fehler bei der Art und Weise, wie der Krieg «gemanagt» wurde. Schon vor acht Jahren hatte sich McCain um eine Kandidatur bemüht, scheiterte damals aber an dem damaligen Herausforderer George W. Bush.
Aufsehen erregte der weißhaarige Senator mit seiner strikten Ablehnung aller Foltermethoden auch bei Verhören von Terrorverdächtigen. Viele Konservative werfen ihm zudem vor, er trete für eine zu großzügige Regelung zugunsten illegaler Immigranten ein.Andere Kritiker halten ihn für zu alt. Als Präsident wäre seine Top-Priorität, «den Krieg gegen islamische Extremisten zu gewinnen». Ein weiterer Schwerpunkt ist für ihn ist die Reform des US- Gesundheitssystems. Auch McCain setzt sich im bisherigen Vorwahlkampf für umfassenden politischen Kurswechsel in Washington ein. Zeitweise war McCains Wahlkampf von schweren Geldnöten gekennzeichnet.
Der Politiker stammt aus einer «Militärfamilie», sein Vater war Admiral, er selbst wurde Marineflieger im Vietnamkrieg. 1967 wurde er abgeschossen und saß fünf Jahre in Gefangenschaft n Hanoi. Während dieser Zeit wurde er auch gefoltert, was zu bleibenden Behinderungen führte. Seit 1987 gehört er dem Senat an. (nz/dpa)