netzeitung.deFreilassung von chinesischem Blogger gefordert

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Seine Anwälte dürfen den Bürgerrechler Hu Jia nicht im Gefängnis besuchen (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Seine Anwälte dürfen den Bürgerrechler Hu Jia nicht im Gefängnis besuchen
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Bürgerrechtler, Schriftsteller und weitere chinesische Intellektuelle haben einen Brief veröffentlicht, in dem sie die Freilassung von dem Menschenrechts- und HIV-Aktivisten Jia fordern.

In einem offenen Brief haben 57 chinesische Intellektuelle die Freilassung des Bürgerrechtlers Hu Jia gefordert. Der 34-Jährige habe sich mit seinen Äußerungen und Aktionen nur «im Rahmen seiner Rechte bewegt, die von der chinesischen Verfassung geschützt und garantiert werden», zitierte die Menschenrechtsgruppe Chinese Human Rights Defender (CHRD) am Montag aus dem Brief.

Der Menschenrechtler und HIV-Aktivist war Ende Dezember wegen «Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt» festgenommen worden. Seinen Anwälten wird der Zugang verweigert, was die Behörden laut CHRD mit angeblich involvierten «Staatsgeheimnissen» begründeten, die in China in der Regel sehr willkürlich definiert werden. Außerdem leide seine Familie unter ständiger Bewachung und Belästigung durch die Polizei.

In dem Brief fordern die Unterzeichner, darunter der Vorsitzende des chinesischen Pen-Clubs, Liu Xiaobo, und der Bürgerrechtler Chen Ziming, die chinesische Führung solle Hu Jia umgehend freilassen und die Menschenrechte verbessern, um ihre Versprechen bei der Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele 2008 zu halten.

Die Intellektuellen zeigten sich auch besorgt über den gesundheitlichen Zustand des leberkranken Hu Jia, der täglich Medizin nehmen müsse. Vergangene Woche hatte bereits der deutsche Präsident des Europaparlaments, Hans-Gert Pöttering (CDU), die Freilassung des 34- Jährigen gefordert, der nach seiner Teilnahme an einer Anhörung des EU-Parlaments über Chinas Menschenrechte festgenommen worden war. (dpa)