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Attentäter ermordet Oppositionsführerin Bhutto

27. Dez 2007 13:51, ergänzt 15:25
Die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto wurde bei einem Bombenanschlag getötet
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Die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto ist bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen. Ein Selbstmordattentäter hatte sich während einer Wahlkampf- Veranstaltung in die Luft gesprengt.

Die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto ist am Donnerstag mehreren Medienberichten nach bei einem Selbstmordanschlag getötet worden. Den Angaben nach erlag sie im Krankenhaus in der Garnisonsstadt Rawalpindi ihren Verletzungen. Zunächst hieß es, sie habe den Anschlag überlebt. Den Berichten nach hatte sich der Selbstmordattentäter auf einer Wahlkampfveranstaltung ihrer Pakistanischen Volkspartei PPP in die Luft gesprengt. Dabei kamen nach Krankenhausangaben mindestens 19 Menschen ums Leben.

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Eine offizielle Bestätigung seitens der Regierung von Präsident Pervez Musharraf gab es zunächst nicht. Der US-Fernsehsender CNN berichtete, nach Bekanntwerden des Todes sei es in den Straßen Rawalpindis zu gewalttätigen Protesten gekommen.

Der Anschlag erfolgte nur zehn Wochen nach der Rückkehr Bhuttos aus dem Exil und knapp zwei Wochen vor den Parlamentswahlen. Als Bhutto im Oktober unter dem Jubel ihrer Anhänger durch die Hafenstadt Karachi zog und ihre Rückkehr feierte, hatte sich ebenfalls ein Selbstmordattentäter unter die Menge gemischt. Bei dem Anschlag vom 18. Oktober starben mindestens 130 Menschen, die frühere Premierministerin hatten den Anschlag unversehrt überlebt.

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Die 54-Jährige spielte seit Jahrzehnten in der pakistanischen Politik eine maßgebliche Rolle. Am 2. Dezember 1988 wurde sin Pakistan als erste Regierungschefin in der islamischen Welt vereidigt. Wegen Korruptionsvorwürfen wurde ihre Regierung zwei Jahre später allerdings aufgelöst. 1999 bis 2007 lebte sie mit ihrer Familie im Exil in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Nach ihrer Rückkehr aus dem Exil strebte sie erneut in das höchste Staatsamt. Bhutto und Musharraf verhandelten einen Kompromiss, wonach die Politikerin wieder Premierministerin werden sollte und Musharraf Präsident bleiben konnte. Im Gegenzug sollte Musharraf sein Amt als Militärchef aufgeben und die Korruptionsvorwürfe fallen lassen. Ende November trat Musharraf als oberster Militärmachthaber zurück. (nz/dpa/AP)

 
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