Türkisches Militär geht erneut gegen Kurden vor
Zuletzt hatte die türkische Luftwaffe am Samstag und Sonntag Ziele im Nordirak bombardiert. Die Angriffe richten sich gegen die PKK, die immer wieder Ziele in der Türkei attackiert und das unzugängliche Berggebiet im angrenzenden Nordirak als Rückzugsraum nutzt. Nach Angaben des türkischen Generalstabschefs Büyükanit sind im Nordirak zwischen dem 16. Dezember und dem vergangenen Samstag mehr als 200 PKK-Ziele bombardiert und 150 bis 175 PKK-Kämpfer «außer Gefecht gesetzt worden».
Die USA und der Irak haben die Türkei aufgefordert, größere Militäroperationen in dem Gebiet zu unterlassen. Sie befürchten, dass die vergleichsweise ruhige Lage in der Region dadurch gefährdet werden könnte. Der Ministerpräsident der autonomen kurdischen Region im Nordirak, Mahmud Barsani, kritisierte das Vorgehen der Türkei. Die wiederholten Angriffe im Nordirak seien nicht akzeptabel, sagte Barsani vor Journalisten in Sulaimanija. «Wir können nicht hinnehmen, dass unsere Dörfer bombardiert und die Bewohner getötet werden.» (dpa/AP)

