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USA wollen ihren Öldurst stark drosseln

19. Dez 2007 22:17
Warten auf den Stoff: Tankstelle in St. Louis
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US-Präsident Bush unterzeichnet ein neues Energiegesetz, das den Autoherstellern sparsamere Fahrzeuge vorschreibt. Mit den Vorschriften für den Benzinverbrauch könnten 28 Millionen Autos eingespart werden.

Die USA haben zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren die Richtlinien zum Benzinverbrauch verschärft, um den Öldurst des Landes deutlich zu drosseln. Präsident George W. Bush unterzeichnete am Mittwoch ein Energiegesetz, nach dem unter anderem Autohersteller bis 2020 den Durchschnittsverbrauch ihrer Wagen um 40 Prozent senken müssen. Dies sei ein großer Schritt, um die Abhängigkeit von ausländischem Öl zu verringern und gleichzeitig der Herausforderung durch den Klimawandel zu begegnen, sagte Bush.

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Der Präsident hatte eine Vetodrohung gegen das Gesetz fallen gelassen, nachdem zuvor auf Druck des Weißen Hauses ein Vorschlag zur Streichung von 21 Milliarden Dollar (14,4 Milliarden Euro) an Steuererleichterungen für große Ölunternehmen aus dem Entwurf entfernt worden war. Nach dem Senat hatte am Dienstag (Ortszeit) dann das ebenfalls von den Demokraten beherrschte US-Repräsentantenhaus die Vorlage mit 314 gegen 100 Stimmen gebilligt.

Jeden Tag 175 Millionen Liter Öl sparen

Durch die neuen Verbrauchsvorschriften für Autos könnten nach den Worten des demokratischen Senators Daniel Inouye im Jahr 2020 pro Tag 175 Millionen Liter Öl eingespart werden. Das entspreche 28 Millionen Autos, die nicht mehr unterwegs sind, hieß es. Die neuen Richtlinien sehen einen Durchschnittsverbrauch von 6,7 Litern auf 100 Kilometer vor.

Das Gesetz sieht überdies die Förderung von Biokraftstoffen vor. So soll bis zum Jahr 2022 sechsmal mehr Ethanol verwendet werden als bisher, was vor allem der Landwirtschaft zugutekommt. Durch die immer stärkere Verwendung von Ethanol, das zumeist aus Mais hergestellt wird, sind in der Folge vielfach die Preise von Lebensmitteln und die anderer Agrargüter gestiegen, die nun weniger angebaut werden.

Wasserverbrauch von Geschirrspülern begrenzt

Ferner sieht das Gesetz vor, dass herkömmliche Glühbirnen über die Jahre vom Markt verschwinden. Auch wird erstmals in den USA die Wassermenge begrenzt, die beispielsweise Geschirrspüler verbrauchen dürfen. Zudem unterstützt das Gesetz als Teil des Kampfes gegen den Klimawandel die Forschung zur Speicherung von Treibhausgasen.

Der demokratische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Steny Hoyer, nannte das Gesetz «einen historischen Wendepunkt in der Energiepolitik». Es verringere die Nachfrage nach ausländischem Öl und fördere nichtfossile Brennstoffe, wodurch der Ausstoß von Treibhausgasen zurückgefahren werde. Viele Umweltgruppen begrüßten die neuen Richtlinien ebenfalls. «Das Gesetz ist ein klarer Bruch mit der verfehlten Energiepolitik der Vergangenheit. Es weist uns den Weg in eine sauberere und grünere Energiezukunft», sagte ein Sprecher des Sierra Club, einer landesweiten Umweltschutzorganisation. (dpa)

 
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