Obama verspürt «tief im Innern eine Vision»
31.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten liefert sich Obama kurz vor Beginn der Vorwahlen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der favorisierten New Yorker Senatorin Hillary Clinton. Obama präsentiert sich als Vertreter einer neuen Generation, die die Aufgabe habe, die USA zu verändern. Als seine politischen Ziele nennt er den Umbau der Wirtschaft zur Anpassung an das digitale Zeitalter, eine Verringerung der Abhängigkeit von ausländischem Öl, mehr Investitionen in Bildung, eine bessere Krankenversorgung, die Beendigung der Armut und den Kampf gegen den Terrorismus und ein Ende des Irak-Kriegs.
Nachdem seine Mutter in zweiter Ehe einen indonesischen Ölmanager geheiratet hatte, lebte der junge Obama vier Jahre in Indonesien und kehrte dann mit etwa zehn Jahren zu seinen Großeltern nach Hawaii zurück, wo er eine Privatschule besuchte. In Anspielung auf sein Leben in verschiedenen Kulturen bezeichnete sich Obama einmal als amerikanischer Ein-Mann-Schmelztiegel, der die rassischen und kulturellen Grenzen überspannt. Und mit Blick auf seine Eltern meinte er scherzhaft: «Mein Name stammt aus Kenia und mein Akzent aus Kansas.» Barack steht übrigens in Kisuaheli für «von Gott gesegnet».
Vor seiner Tätigkeit als US-Senator gehörte Obama acht Jahre dem Senat des Staates Illinois an. Den Kritikern hielt Obama bereits bei der Ankündigung seiner Präsidentschaftsbewerbung im Februar selbstbewusst entgegen, er habe nicht lange damit zugebracht, die Gepflogenheiten in Washington kennenzulernen. «Aber ich war lange genug dort um zu erkennen, dass sich die Gepflogenheiten Washingtons ändern müssen.» Zu seinen Vorstellungen vom Präsidentenamt sagte Obama einmal: «Dies ist ein Amt, um das man sich nicht einfach aus Ehrgeiz bewirbt. Man muss tief im Innern spüren, dass man eine Vision hat, für die sich der Einsatz lohnt.» (Christopher Wills/AP)

