13.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der 17-jährige Marco steht in der Türkei wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Anwalt der Klägerin hat im Fall des in der Türkei angeklagten Marco angekündigt, die Höchststrafe zu fordern. Dem deutschen Jugendlichen drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis.
Im Prozess gegen den deutschen Schüler Marco in der Türkei will der Anwalt der britischen Schülerin Charlotte die Höchststrafe fordern. Für Vergewaltigung betrage sie 15 Jahre, werde bei Minderjährigen aber auf zehn Jahre verringert, sagte Rechtsanwalt Ömer Aycan am Donnerstag in Antalya.
Er widersprach einem deutschen Pressebericht, wonach mit einem Urteil schon an diesem Freitag zu rechnen sei. Aycan erwarte hingegen, dass der Prozess auf Januar vertagt werde, damit die Verteidigung auf die jetzt vorliegende schriftliche Aussage des Mädchens reagieren könne. Den 17-jährigen Marco sieht er durch die Aussage seiner Mandantin schwer belastet.
Der Jugendliche aus Niedersachsen sitzt seit mehr als sieben Monaten in einem türkischen Gefängnis. Ihm wird vorgeworfen, eine 13-jährige Britin sexuell missbraucht zu haben, bestreitet aber die Vorwürfe. Marco zufolge war es im Einvernehmen mit dem Mädchen zu Zärtlichkeiten in deren Hotelzimmer gekommen. Sie habe sich zudem als älter ausgegeben. Das Gericht in Antalya hat mehrere Haftbeschwerden sowie einen Befangenheitsantrag gegen die Kammer abgelehnt. (dpa)