netzeitung.deAlternative Nobelpreise verliehen

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Gewinner der Alternativen Nobelpreise (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gewinner der Alternativen Nobelpreise
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Für «greifbare Lösungen zu drängenden globalen Problemen» sind in Stockholm die Alternativen Nobelpreise vergeben worden. Unter anderem wurde der 81-jährige Jurist Weeramantry aus Sri Lanka geehrt.

Die Alternativen Nobelpreise sind in Stockholm an Preisträger aus Sri Lanka, Kanada, Bangladesch und Kenia für «greifbare Lösungen zu drängenden globalen Problemen» überreicht worden. Zu den Ausgezeichneten durch die Stiftung «Right Livelihood Award» gehörte auch der 81-jährige Jurist Christopher Weeramantry aus Sri Lanka für seine «lebenslange, bahnbrechende Arbeit für die Stärkung und Ausweitung des Völkerrechts».

Weeramantry wurde international bekannt, als er 1996 als Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag gegen die Mehrheit seiner Kollegen für die völkerrechtliche Ächtung von Atomwaffen als Mittel zur Selbstverteidigung stimmte. Die 1964 geborene Friedensaktivistin Dekha Ibrahim Abdi aus Kenia erhielt ihren Preis, weil sie sich «erfolgreich für Frieden und Konfliktlösung an vielen Krisenherden der Welt eingesetzt hat».

Das kanadische Ehepaar Percy und Louise Schmeiser (beide 1931 geboren) wurde ausgezeichnet für seinen jahrzehntelangen, beharrlichen Kampf gegen den Agrar-Konzern Monsanto aus den USA und dessen gentechnisch modifiziertes Saatgut. Das Unternehmen Grameen Shakti aus Bangladesch erhielt ein Viertel des Preisgeldes von insgesamt zwei Millionen Kronen (220 000 Euro) für die schnelle und erfolgreiche Verbreitung von preisgünstigen und zuverlässigen Solaranlagen für Arme.

Die Alternativen Nobelpreise wurden 1980 vom deutsch-schwedischen Publizisten Jakob von Uexküll (63) gestiftet und sollen Leistungen beim Kampf gegen soziale Ungleichheit, Umweltzerstörung und Bedrohungen des Friedens belohnen. Am Montag werden in Stockholm und Oslo die traditionellen Nobelpreise überreicht. (dpa)