04.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Schüler in seinem Klassenzimmer
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In Berlin und anderen Hauptstädten der Welt werden heute die Ergebnisse der neuen internationalen PISA-Studie vorgestellt. An dem dritten PISA-Test hatten mehr als 400.000 Schüler aus 57 Staaten teilgenommen. Schwerpunkt waren diesmal die Naturwissenschaften.
In Berlin und anderen Hauptstädten der Welt werden heute die Ergebnisse der PISA-Studie vorgestellt. Schwerpunkt der Befragungen waren diesmal die Naturwissenschaften. Wie schon vorab bekanntgeworden ist, landen die Schüler in Deutschland mit ihrem Wissen über Naturwissenschaft und Umweltschutz im weltweiten Vergleich im oberen Leistungsdrittel der 57 PISA- Teilnehmerstaaten. Dabei konnten sie in dieser Disziplin wesentlich besser abschneiden als noch vor drei Jahren. Allerdings gibt es Streit um die Vergleichbarkeit der beiden Tests, da ein großer Teil der Aufgaben geändert wurde.
Beim Leseverständnis und Mathematik schnitt Deutschland dagegen erneut mäßig ab. Gleichwohl sehen die Kultusminister der 16 Bundesländer die deutschen Schulen insgesamt auf dem Weg nach vorn. «Der positive Trend setzt sich fort», hieß es am Montagabend bei einem Treffen in Berlin, bei dem sie über die PISA-Ergebnisse informiert wurden.
Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) wies die Kritik an der PISA-Studie zurück. «Pisa ist so angelegt, dass sich aus den Ergebnissen der Jahre 2000, 2003 und 2006 doch sehr verlässliche Trends ableiten lassen», sagte Erdsiek-Rave der «Berliner Zeitung» (Dienstag). «Die erste PISA-Studie 2000 hat einen heilsamen Schock ausgelöst. Ohne diesen Schock und die intensiven Diskussionen seitdem wären wir nicht da, wo wir heute sind. Das Bewusstsein für die Bedeutung von Schule und Bildung insgesamt ist gewaltig gestiegen. Und nach der Diagnose kamen die Therapien, die Reformen, die jetzt allmählich Wirkung zeigen.» (nz/dpa)