24.11.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Kasparaow im Griff der Polizei
Foto: dpa/epa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine Woche vor der Parlamentswahl ist die Polizei in Moskau gegen Oppositionelle vorgegangen. Sie hatten nach einem Protest gegen Präsident Putin versucht, eine Resolution zu übergeben.
Unter einem Großaufgebot der Polizei hat in Moskau eine Woche vor der russischen Parlamentswahl eine Kundgebung von Regierungskritikern gegen die Politik von Kremlchef Wladimir Putin begonnen. Wie der Radiosender «Echo Moskwy» berichtete, versammelten sich am Samstag in der Hauptstadt 2000 Anhänger des Oppositionsbündnisses Das andere Russland, um für gerechte Wahlen in ihrem Land zu demonstrieren. Die Polizei sprach von «nur 200 Teilnehmern».
Die Polizei nahm den russische Oppositionspolitiker und Ex- Schachweltmeister Garri Kasparow auf einer Kundgebung fest. Es gab es eine Reihe von Festnahmen von Regierungskritikern, nachdem diese versucht hatten, trotz eines Verbotes eine Resolution für faire Wahlen bei der Zentralen Wahlkommission abzugeben. Eine Woche vor der Parlamentswahl am 2. Dezember hatten Behörden die Kundgebung erlaubt, einen Protestmarsch zur Wahlleitung allerdings aus Sicherheitsgründen verboten. Mehr als 1000 Einsatzkräfte der Sicherheitspolizei Omon und Soldaten versperrten den Demonstranten den Weg.
Auch in anderen russischen Städten nahm die Polizei laut Medienberichten Dutzende Menschen fest, die an den Kundgebungen des Oppositionsbündnisses Das andere Russland teilnehmen wollten. Allein zur Aktion in Moskau kamen nach Angaben der Organisatoren 3000 Menschen, während die Polizei «nur 1000 Teilnehmern sprach». (dpa)