23. Nov 2007 14:29
Im Libanon droht ein gefährliches Machtvakuum: Die Wahl eines Staatsoberhauptes ist erneut gescheitert. Aus Angst vor Unruhen ließ die Regierung in der Hauptstadt Beirut bereits Panzer auffahren.
Zuvor waren bereits vier Anläufe zur Präsidentenwahl gescheitert, weil sich die anti-syrische Parlamentsmehrheit um Regierungschef Fuad Siniora und die von der radikal-islamischen Hisbollah angeführte Opposition nicht auf einen Kandidaten verständigen konnten. Das Lager um den prowestlichen Premier will, dass der neue Präsident im Unterschied zu Lahoud auf Distanz zu Syrien geht. Die schiitische Hisbollah will jedoch nur die Wahl eines Kompromisskandidaten zulassen. Der libanesische Staatspräsident muss verfassungsgemäß stets ein maronitischer Christ sein, während das Amt des Regierungschefs den sunnitischen Muslimen, das des Parlamentspräsidenten den Schiiten vorbehalten ist.