Zum Asean-Gipfel kommt auch der UN-Gesandte für Birma, Ibrahim Gambari, der in den vergangenen zwei Monaten zwei Mal in Birma war. Er äußerte sich in einem Interview mit der Zeitung «Straits Times» enttäuscht über die jüngsten Festnahmen weiterer Dissidenten. Möglicherweise arbeiteten innerhalb der Regierung Hardliner gegen Reformkräfte, sagte er. Gambari forderte erneut die Freilassung der politischen Gefangenen, vor allem von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Dasselbe forderten die EU-Außenminister in Brüssel. Sie beschlossen förmlich verschärfte Sanktionen gegen das Land, auf die sich die Union vor einem Monat geeinigt hatte. Edelhölzer, Edelsteine und Edelmetalle aus Birma dürfen demnach nicht mehr in die EU eingeführt werden. Zudem sollen Investitionen europäischer Unternehmen im Land in diesen Bereichen unterbleiben.
Im Vorfeld des Gipfels kam es in Singapur zu Demonstrationen, die sich gegen den Besuch des birmanischen Regierungschefs Thein Sein richteten. Trotz eines Demonstrationsverbots gingen die Studierenden verschiedener Nationen am Montag gegen die gewaltsame Niederschlagung der roteste in Birma auf die Straße. (nz/dpa)