Abbas ruft zum Sturz von Hamas auf
Elf Tage vor der geplanten Nahost-Konferenz in den USA wandte sich Abbas mit einer Botschaft direkt an Palästinenser und Israelis. Die Palästinenser seien im Interesse der kommenden Generationen zu einem wahren Frieden mit Israel bereit, sagte er. Die Palästinenserführung arbeite hart, damit die «Friedenskonferenz» zu einem ernsthaften Beginn für eine gerechte Lösung des Nahost-Konflikts werde. Die Konferenz in Annapolis im US-Bundesstaat Maryland soll nach Informationen israelischer Medien am 26. und 27. November stattfinden.
Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko erteilte Abbas der Forderung israelischer Politiker eine Absage, dass die Palästinenser als Vorbedingung für Friedensverhandlungen das Existenzrecht Israels anerkennen müssten. «Wir sind noch nicht im Prozess, die Struktur dieses oder jenes Staates zu diskutieren», sagte Abbas.
Rechte und ultrarechte Abgeordnete in Israel versuchen, mit Gesetzesverschärfungen den Spielraum der Regierung von Ministerpräsident Ehud Olmert bei der Nahost-Konferenz einzuschränken. Ein am Mittwoch von der rechten Likud-Partei eingebrachter Gesetzentwurf sieht beispielsweise vor, dass künftig 80 von 120 Abgeordneten einer Veränderung der Stadtgrenze von Jerusalem zustimmen müssen. Israel hatte den arabischen Teil Jerusalems 1967 besetzt und 1980 annektiert. Die Palästinenser betrachten das arabische Ostjerusalem als Hauptstadt ihres künftigen Staates. (dpa)

