netzeitung.deDemos in Caracas für Verfassungsänderung

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Anhänger des Präsidenten Hugo Chavez demonstrieren für die umstrittene Verfassungsänderung (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Anhänger des Präsidenten Hugo Chavez demonstrieren für die umstrittene Verfassungsänderung
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Verfassungsänderungen sollen Venezuela zu einem «Sozialismus des 21. Jahrhunderts» bringen. Vor allem Studenten lehnen das ab. Jetzt jedoch gingen zehntausende Befürworter auf die Straße.

In Venezuela haben am Sonntag zehntausende Menschen für umstrittene Verfassungsänderungen demonstriert. Sie zogen durch die Straßen der Hauptstadt Caracas, schwenkten venezolanische Flaggen und trugen Plakate mit Bildern des kubanischen Präsidenten Fidel Castro. Der venezolanische Vizepräsident Jorge Rodriguez erklärte, er erwarte beim Referendum am 2. Dezember eine klare Mehrheit für die Änderungen.

Der Verfassungsentwurf wurde am Freitag von der Mehrheit der «Chavistas», der Anhänger von Präsident Hugo Chávez, im Parlament gebilligt. Er sieht 69 Änderungen vor, die zumeist darauf hinaus laufen, die politische Macht des Präsidenten zu stärken. So wird die Begrenzung von mehreren Amtszeiten aufgegeben, was es dem erstmals 1998 gewählten Chávez ermöglicht, im Jahr 2012 erneut zu kandidieren. Die Regierung soll die völlige Kontrolle über die Zentralbank erhalten. Bei einem Ausnahmezustand werden Medienzensur und Verhaftungen ohne Anklage möglich.

Chávez hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass die Verfassungsreform die bisherigen Freiheitsrechte einschränke. Die Neuerungen sollten Venezuela auf den Weg zu einem «Sozialismus des 21. Jahrhunderts» führen, sagte der ehemalige Fallschirmjäger.

Bereits am Samstag hatten zehntausende Menschen gegen die als «autoritär» kritisierte Reform demonstriert. Die Studenten fordern eine Verschiebung des Referendums. Die Opposition beschuldigt Chávez unter anderem eines «diktatorischen Regierungsstils». (nz/AP/dpa)