30. Okt 2007 19:58
Die Rechtsextremisten wollten gegen die Stationierung tschechischer Truppen im Irak protestieren. Ausgerechnet am Jahrestag der Pogromnacht.
Die Prager Stadtverwaltung hat am Dienstag einen geplanten Marsch von Rechtsextremisten durch das jüdische Viertel der tschechischen Hauptstadt verboten. Die Organisatoren wollten nach eigenen Angaben gegen die Stationierung tschechischer Truppen im Irak protestieren. Als Termin wählten sie den 10. November, den Tag nach dem 69. Jahrestag der antisemitischen Pogrome in der sogenannten Reichskristallnacht. Die jüdische Gemeinde in Prag hatte bereits gegen den geplanten Marsch der Jungen Nationaldemokraten protestiert, die mit der neonazistischen Gruppierung Nationaler Widerstand in Verbindung stehen. Die Veranstaltung war vom Rathaus in Prag schon einmal Anfang Oktober verboten worden, ein Gericht hatte den Beschluss aber aus verfahrenstechnischen Gründen gekippt. (AP)