«Wir wollen sehr klar machen: Das ist kein Projekt der EU und es gibt kein EU-Geld für diese Organisation», hieß es. Die EU-Kommission arbeite im Tschad «seit langem mit einer Reihe von Nicht-Regierungsorganisationen, die in einer sehr schwierigen Umgebung äußerst professionell arbeiten». «Man darf keine Verbindung herstellen zwischen diesem isolierten Vorfall und der riesigen humanitären Anstrengung, die im Osten des Tschad, in Darfur und in der Zentralafrikanischen Republik stattfindet», sagte der Sprecher. «Wir vertrauen darauf, dass die tschadischen Behörden diese ganze Angelegenheit aufklären. Es gibt sehr viele Fragen, die noch beantwortet werden müssen.»
Die EU will ab November eine rund 2500 Mann starke Schutztruppe für Bürgerkriegsflüchtlinge im Tschad einsetzen. Allein Frankreich soll 1500 Soldaten stellen, Irland 350 und Polen 300. Schweden, Belgien, Österreich und Spanien haben kleinere Kontingente zugesagt. Deutschland beteiligt sich nicht an der Truppe. (dpa)