netzeitung.deSarkozy rügt Waisenkinder-Aktion im Tschad

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Französischer Staatspräsident Nicolas Sarkozy (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Französischer Staatspräsident Nicolas Sarkozy
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Sarkozy hat den geplanten Transport von angeblich sudanesischen Waisenkindern nach Frankreich als «inakzeptabel» verurteilt. Auch Unicef bezweifelt, dass die Kinder aus der Krisenregion Darfur stammen.

Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hat nach einem Telefonat mit der tschadischen Führung den Versuch einer französischen Hilfsorganisation, mehr als 100 sudanesische Kinder über den Tschad nach Frankreich auszufliegen, kritisiert. Er habe das Vorhaben als illegal und inakzeptabel bezeichnet, sagte ein Sprecher des Elysée-Palastes am Montag in Paris.

Die Hilfsorganisation L'Arche de Zoe wollte die 103 angeblich aus der sudanesischen Krisenregion Darfur stammenden Kinder über das Nachbarland Tschad ausfliegen. Sie sollten in belgischen und französischen Gastfamilien untergebracht werden.

Die französische Sektion des Weltkinderhilfswerks Unicef zweifelte daran, dass es sich dabei um sudanesische Waisenkinder handele. Man habe die Kinder in Abeche im Osten des Tschads aufgesucht und festgestellt, dass mindestens 48 von ihnen höchstwahrscheinlich aus dem Tschad stammten. Neun Helfer von L'Arche de Zoe und ebenso sieben Mitarbeiter der spanischen Fluggesellschaft Girjet, die die Kinder ausfliegen sollte, wurden festgenommen. (dpa/nz)