24. Okt 2007 13:05
Trägerinnen des Friedensnobelpreises haben die Uno aufgefordert, der inhaftierten birmanischen Oppositionschefin zu helfen. In zwölf Städten sind Solidaritäts-Kundgebungen für Aung San Suu Kyi geplant.
«Die Verhaftung von Aung San Suu Kyi ist die sichtbarste Offenbarung der Brutalität des Regimes, aber sie ist nur die Spitze des Eisbergs», heißt es in dem Schreiben, das der «Guardian» am Mittwoch veröffentlichte. Suu Kyi steht in ihrer Heimat seit nunmehr zwölf Jahren unter Hausarrest. Die Uno sei vor 62 Jahren geschaffen worden, um auf schwere Krisen dieser Art zu reagieren, schreiben die Nobelpreisträgerinnen. «Jetzt müssen sie (die Vereinten Nationen) mehr tun, um diesem Auftrag gerecht zu werden und entschlossen handeln, damit Aung San Suu Kyi und weitere inhaftierte Anhänger freikommen.»
Der Brief ist von Jody Williams (USA), Schirin Ebadi (Iran), Wangari Maathai (Kenia), Rigoberta Menchú (Guatemala), Betty Williams und Mairead Corrigan Maguire (beide Großbritannien) unterzeichnet.
Eine UN-Forderung an die birmanische Militärführung, Suu Kyi freizulassen, sei im Januar vom Regime ignoriert worden, heißt es. Seit birmanische Mönche im September für einen demokratischen Wandel auf die Straßen gingen, seien friedliche Demonstranten und demokratische Oppositionsführer das Ziel «teuflischer Razzien».
«Angesichts zahlreicher Berichte über Folterungen und Misshandlungen fürchten wir um die Sicherheit der tapferen Menschen von Birma.» Dem Regime müsse angesichts massiver Menschenrechtsverletzungen endlich Einhalt geboten werden, fordern die Nobelpreisträgerinnen.