netzeitung.deVerletzte bei Rechten-Demo in Budapest

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Mit dem Seil gegen Polizisten: Demonstranten in Budapest (Foto: dpa/epa/Laszlo Beliczay<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mit dem Seil gegen Polizisten: Demonstranten in Budapest
Foto: dpa/epa/Laszlo Beliczay
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die ungarischen Behörden hatten den Marsch verboten, 1500 Demonstranten machten sich dennoch auf den Weg. Es flogen Flaschen und Brandsätze, die Polizei antwortete mit Tränengas und Wasser.

Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen hunderten rechtsgerichteten Demonstranten mit der Polizei sind am Montagabend in der ungarischen Hauptstadt Budapest mindestens fünf Menschen verletzt worden. Die Polizisten setzten Tränengas und Wasserwerfer gegen die Menge ein, die Demonstranten warfen mit Molotow-Cocktails, Flaschen und Dosen.

Anhänger der rechtsgerichteten Bewegung Selbstverteidigung hatten sich zunächst auf dem Freiheitsplatz versammelt und wollten anschließend zur Staatsoper ziehen, wo Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany während einer Gala zur Erinnerung an den Aufstand von 1956 eine Rede hielt. Die Behörden hatten den Marsch verboten, nach Polizeiangaben machten sich rund 1500 Demonstranten dennoch auf den Weg.

Gummigeschosse
Mindestens fünf Menschen erlitten Rettungskräften zufolge Verletzungen, darunter ein Pressefotograf, der von einer Flasche am Kopf getroffen wurde. Auch zwei Fotografen ungarischer Zeitungen mussten ärztlich behandelt werden.

Die Polizei hatte am Abend den Einsatz von Gewalt gegen die Demonstranten angekündigt und die Einwohner von Budapest aufgefordert, das betroffene Gebiet in der Innenstadt zu meiden. Die Straßen um mehrere Häuserblocks wurden gesperrt. Medienberichte, wonach sie auch Gummigeschosse eingesetzt habe, wies die Polizei zurück. Bei ähnlichen Protesten waren im vergangenen Jahr mehrere hundert Menschen verletzt worden (AP)