netzeitung.deIran nennt Bushs Warnung «Propaganda-Krieg»

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Iranischer Präsident Mahmud Ahmadinedschad (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Iranischer Präsident Mahmud Ahmadinedschad
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Der US-Präsident ärgere sich nur über den iranischen Erfolg auf dem internationalen Parkett, kommentiert Teheran Bushs Warnung vor einem Dritten Weltkrieg. Putins Besuch im Iran habe die USA geschwächt.

Der Iran hat die Warnung von US-Präsident George W. Bush vor einem Dritten Weltkrieg als «psychologischen Propaganda- Krieg» bezeichnet. «Derartige Äußerungen spiegeln schlicht die Verärgerung der USA angesichts des iranischen Erfolgs auf dem internationalen Parkett wider», sagte der stellvertretende Leiter des Nationalen Sicherheitsrates, Rahman Fasli, am Donnerstag der Nachrichtenagentur ISNA.

Der Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Teheran in dieser Woche habe die Bush-Administration noch zusätzlich verärgert, da die Visite den Status der USA im Nahen Osten geschwächt habe, fügte er hinzu.

Friedliche Nutzung der Atomenergie
Bush hatte am Mittwoch gewarnt, ein nuklear bewaffneter Iran sei eine «sehr ernsthafte Bedrohung» für den Weltfrieden und vor allem auch für Israel. Der iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad habe deutlich gemacht, dass er Israel zerstören wolle. Wer also einen Dritten Weltkrieg verhindern wolle, müsse auch daran interessiert sein, dass der Iran nicht über die Grundlagen für den Bau einer Atombombe verfüge.

Der russische Präsident war am vergangenen Montag zum Gipfeltreffen der Anrainer-Staaten des Kaspischen Meeres in den Iran gereist. Er hatte sich dafür ausgesprochen, dem Iran die friedliche Nutzung der Kernenergie zuzugestehen. Die USA und die EU drängen im Atomstreit auf ein härteres Vorgehen gegen den Iran. Bislang scheiterten schärfere Sanktionen im UN-Sicherheitsrat allerdings am Widerstand Putins. Russland baut im iranischen Buschehr den ersten Atomreaktor. (nz/dpa)