US-Präsident George W. Bush hat Nordkorea bereits einen Friedensvertrag in Aussicht gestellt - allerdings unter der Voraussetzung, dass das kommunistische Land sein Atomwaffenprogramm beende. Am Mittwoch wurde im Rahmen der sogenannten Sechs-Länder- Gespräche ein Aktionsplan veröffentlicht, der die dauerhafte Stilllegung der nordkoreanischen Atomanlagen bis Jahresende vorsieht.Kim Jong Il hatte Roh am Dienstag in Pjöngjang per Handschlag und mit militärischen Ehren empfangen. In einer symbolträchtigen Geste hatte Roh zuvor als erstes Staatsoberhaupt Südkoreas die militärische Demarkationslinie zu Fuß überschritten.
«Meine Reise nach Nordkorea war sehr zufriedenstellend», sagte Roh. Er hob dabei besonders die Bekräftigung Kims zur nuklearen Abrüstung hervor. Der Gipfel werde deshalb auch den Sechser-Gespräche weiterhelfen. Bereits am Mittwoch hatte sich Roh, der nur noch bis Ende Februar im Amt ist, zufrieden zu seinen Gesprächen in Pjöngjang geäußert. Allerdings hatte er zugleich eingeräumt, dass noch eine «Mauer des Misstrauens» zwischen beiden Seiten existiere.
Um die wirtschaftliche Kooperation auszubauen, soll nach jahrzehntelanger Unterbrechung auch wieder der Güterfrachtverkehr auf den wiederhergestellten Eisenbahnverbindungen über die Grenze aufgenommen werden. An der Westküste der Halbinsel soll eine Sonderzone für Frieden und Kooperation eingerichtet und das Besucherprogramm für getrennte Familien erweitert werden. Für November sind jeweils Treffen der Ministerpräsidenten und der Verteidigungsminister geplant, um die Umsetzung der Vorhaben zu besprechen. (dpa)