netzeitung.deFriedenssoldaten in Darfur getötet

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AU-Truppen räumen einen Stützpunkt im Norden der Unruheprovinz Darfur (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe AU-Truppen räumen einen Stützpunkt im Norden der Unruheprovinz Darfur
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Rebellen im Südsudan haben einen Stützpunkt afrikanischer Friedenstruppen gestürmt. Es war der schwerste Angriff seit Beginn der AU-Mission vor drei Jahren.

Bei einem Überfall von Aufständischen in der südsudanesischen Krisenprovinz Darfur sind zehn Friedenssoldaten der Afrikanischen Union (AU) getötet worden, wie eine Sprecherin der Vereinten Nationen am Sonntag mitteilte.

Nach Angaben der AU wurden acht weitere Soldaten verletzt, etwa 25 werden noch vermisst. Es sei der schwerste Angriff seit Beginn der Mission vor drei Jahren gewesen, hieß es.

Wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf AU-Kreise berichtete, hatten etwa 1000 Rebellen der Sudanesischen Befreiungsarmee einen Stützpunkt der Friedenstruppen im Norden von Darfur gestürmt.

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon verurteilte die Tat aufs Schärfste. Er forderte die Konfliktparteien in dem afrikanischen Land auf, sich auf die in diesem Monat in Libyen geplanten Friedensgespräche vorzubereiten. Die Bundesregierung forderte, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden müssten.

Ein von der Afrikanischen Union im Mai 2006 ausgehandeltes Friedensabkommen hat bisher kaum Wirkung gezeigt. Lediglich eine Rebellengruppe hat die Übereinkunft unterzeichnet. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden bei den Kämpfen zwischen Aufständischen und von der Regierung unterstützten Milizen in den vergangenen vier Jahren mehr als 200.000 Menschen getötet. Weitere zwei Millionen Einwohner von Darfur wurden aus ihren Häusern vertrieben. (nz)