Neuer Anlauf für Einheit Belgiens
30.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Leterme äußerte sich zunächst nicht zu dem Auftrag. Der flämische Nationalist Bart De Wever erklärte jedoch, zwischen den Landesteilen gebe es noch viele Konflikte. «Ich würde kein Geld auf ein Datum für die Amtseinführung der neuen Regierung setzen», sagte er. Der Königspalast hatte am Samstag erklärt, bei den Sondierungsgesprächen des Vermittlers Herman van Rompuy seien Fortschritte erzielt worden. Daher sollten die Koalitionsverhandlungen wieder aufgenommen werden.
Die Christdemokraten und die Liberalen, die jeweils in niederländischsprachige und französischsprachige Parteien aufgeteilt sind, hatten bei der Wahl am 10. Juni eine Mehrheit von 150 Sitzen im Parlament gewonnen. Die beiden Parteien aus Flandern fordern mehr Autonomie in den Bereichen Gesundheit, Justiz und Verkehr, was von Wallonien abgelehnt wird. In Belgien sprechen rund 6,5 Millionen Menschen Niederländisch und vier Millionen Französisch. (AP)

