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Bush macht UN-Klimatagung Konkurrenz

25. Sep 2007 09:14, ergänzt 09:53
UN-Vollversammlung
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Noch diese Woche empfängt US-Präsident die 16 größten Luftverschmutzer der Welt zu einer Klimakonferenz. Dabei hatte erst die Uno in New York zu einer «bahnbrechenden» Konferenz geladen.

Mehr als 80 Staats- und Regierungschefs haben bei einer UN-Konferenz in New York ihren festen Willen zu einem entschlossenen Vorgehen gegen den Klimawandel demonstriert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach zum Abschluss des eintägigen Treffens am Montagabend von einem «bahnbrechenden, historischen Ereignis». Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich zufrieden.

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Die Klimakonferenz, bei der insgesamt etwa 150 der 192 UN-Mitgliedstaaten vertreten waren, fand auf Einladung Bans am Vorabend der 62. Generalversammlung der Vereinten Nationen statt. Erklärtes Ziel war es, die Bali-Konferenz vorzubereiten, bei der ein Fahrplan für die Erarbeitung eines Kyoto-Nachfolgeabkommens festgelegt werden soll.

US-Präsident George W. Bush nahm nicht an der Konferenz teil, sondern nur an einem Abendessen auf Einladung Bans, bei dem er neben Merkel saß. Für Donnerstag und Freitag hat Bush Vertreter der 16 größten Produzenten von Treibhausgasen und die EU zu einer weiteren Klimakonferenz nach Washington eingeladen. Kritiker befürchten, dass die USA mit ihrer Initiative in Konkurrenz zu den Vereinten Nationen treten wollen. Merkel gab Bush Rückendeckung für seine Konferenz. «Ich halte davon sehr viel, weil damit ganz klar wird: Die Amerikaner sind zurück im Klimaprozess.»

Merkel vor der Vollversammlung

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der als Vorreiter beim Klimaschutz in seinem Land gilt, versicherte auf der Konferenz, dass die USA sich dem globalen Kampf gegen den Klimawandel nicht verschließen werden.

Merkel wird am Dienstagabend erstmals vor der UN-Generalversammlung sprechen. Auch in dieser Rede will sie auf den Klimawandel eingehen. Weitere Schwerpunkte werden die Herausforderungen der Globalisierung, die Entwicklungspolitik und die Bemühungen um eine Reform des UN-Sicherheitsrats sein.

2004 hatten Deutschland und Japan gemeinsam mit Brasilien und Indien eine Initiative für eine Erweiterung des UN-Sicherheitsrats gestartet, die ständige Sitze für die vier Staaten in dem wichtigsten UN-Gremium vorsah. Die Anstrengungen blieben erfolglos. In den letzten Monaten war es ruhig um das Thema geworden. (nz/AP)

 
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