Die Industrieländer wollen den Ausstieg aus der Verwendung von Fluorkohlenwasserstoffen bis zum Jahr 2020 umsetzen. Auch das ist weit früher als geplant.
Die UN-Umweltkonferenz im kanadischen Montréal hat einen Durchbruch zum Schutz der Ozonschicht erzielt. Die Umweltminister und hochrangige Vertreter von 191 Ländern haben unter der Schirmherrschaft des UN-Umweltprogramms (UNEP) vereinbart, dass die entwickelten Länder und die Entwicklungsländer jeweils zehn Jahre früher als bisher vorgesehen auf den Ozonkiller Fluorkohlenwasserstoff (FCKW) verzichten wollen.
Die Industrieländer wollen den Ausstieg aus der Verwendung von Fluorkohlenwasserstoffen (FCKW) bis zum Jahr 2020 umsetzen. Die Entwicklungsländer wollen diesen Schritt bis zum Jahre 2030 vollziehen. Im Zeitplan des so genannten Montréal-Protokolls aus dem Jahr 1987 waren 2030 für die Industrieländer und 2040 für die Entwicklungsländer vorgesehen.Der kanadische Umweltminister John Baird sprach von einer «historischen Nacht». Die Verhandlungsführerin der Europäischen Union, Marianne Wenning, sagte, das Übereinkommen sei ein entscheidender Schritt zum Schutz der Ozonschicht und im Kampf gegen den Klimawandel. (dpa)